Die Yeah Yeah Yeahs haben mit ihrem aktuellen Album It’s Blitz! die arty eingerichtete Garage längst verlassen und sich dafür auf den Tanzflächen dieser Welt heimisch eingerichtet. Bereits die erste Single “Zero” zeugte vom modifizierten YYY-Sound, die aktuelle Auskopplung ist jedoch eine irrwitzig rotierende Discokugel par excellence. Das Video zu “Heads Will Roll” ist zudem ein echter Augenfänger, wobei sich gewisse MJ-Assoziationen aus gegebenen Anlass nicht vermeiden lassen. Dennoch: “Heads Will Roll” ist ein phantastischer Ohrwurm und das zugehörige Filmchen wirklich sehenswert, also eine extrem gelungene Zusammenführung von Bild und Ton.
Yeah Yeah Yeahs – Heads Will Roll
Ein neues Video gibt es auch von Jaguar Love zu studieren, die letztes Jahr mit Take Me To The Sea ein Album vorgelegt haben, welches vor Spielfreude geradezu Funken schlägt. Die Band um Cody Votolato und Johnny Whitney (Ex-The Blood Brothers) geht inzwischen aufgeräumter zu Werke als noch bei ihrer ehemaligen Band, haben sich aber dennoch genug Wahnsinn bewahrt, um spannende, leicht bis mittel schräge Musik einzuspielen. Beweis dessen ist der neue Song “I Started A Fire”, der zwar offiziell noch den Status einer Demoversion besitzt, letztlich aber bereits folgendes Video besitzt. Um es doch doch noch einmal mit den Blutsbrüdern zu sagen: Feuer, Feuer, Feuer!!!
Jaguar Love – I Started A Fire
Das Video zu Maximo Parks “Questing, Not Coasting” hält es mit der offenbaren Bandphilosophie: Keine Überraschungen und recht gefällige Melodien, was inzwischen fast nur noch in gepflegter Langeweile ausartet. Abseits dieser polemischen Feststellung zutiefst subjektiver Natur, darf man schon fragen, wieso Maximo Park inzwischen ein so großes Standing im (Indie-)Pop-Zirkus innehaben. Single und Album Quicken The Heart befördern besagte Skepsis allemal.
Maximo Park – Questing, Not Coasting