Mit “straight unter die Rippen” kann man die Stoßrichtung des zwischen Indierock, Pop und Punk zu verortenden Sound der norddeutschen Band Findus beschreiben, der...
Die staubaufwirbelnden Tausendsassa aus London sind zurück und das dürfte ein erstes Ausrufezeichen in Sachen anspruchsvoller Synthpop in 2010 sein. Prädikat: für Fortgeschrittene. Wenn man den Namen Hot Chip ausspricht, so erzeugt dies in Erinnerung an die letzten beiden großen Würfe The Warning und Made in Dark für gehöriges, hoffnungsbehaftetes Ohrengeklingel und das, obwohl jenes gerade abgelaufene Jahr eher für eine ausgewachsene Electropop-Übersättigung gesorgt hat.
Ende Januar erscheint das neue Album One Life Stand und soll insgesamt ein wenig vom Gaspedal gehen, doch plumpes Geboller war ohnehin noch nie ein Merkmal von Alexis Taylor & Co, sondern vielmehr filigranes Gefrickel, was dennoch genug Projektionsfläche für rhythmische Bewegungsfreiheit lässt. Die beiden Indieclub-Hymnen “Over and Over” und “Ready For The Floor” seien Beleg genug, dass dieses Konzept auch entsprechenden Anklang beim Publikum fand und finden wird.
Nun also der One Life Stand und seine 10 neuen komplementären Partikel, wobei die erste gleichnamige Single, deren zugehöriges Musikvideo die etablierte “Bonkers”-Optik in Ansätzen übernimmt, nicht so richtig zu begeistern weiß. Vielleicht ist es doch die im Albumtitel anders gemeinte Stagnation, mit der nun auch Hot Chip zu ringen haben. Über zu viel Stillstand kann sich die Band angesichts der anstehenden Touraktivitäten jedenfalls nicht beklagen. Das Anliegen, öffentlich präsent zu sein und zu bleiben, bedeutet eben eine gewaltige Flugstunden-Kumulation. Mit anderen Worten heißt das: Hot Chip promoten ihr Album auch auf hiesigen Bühnen:
10. März – Köln (Live Music Hall)
11. März – Hamburg (Uebel & Gefährlich)
12. März – Berlin (Astra)
14. März – Frankfurt (Mousonturm)
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The Flare-Up aus Schweden haben gerade ihr Debütalbum “Whip ‘em Hard, Whip ‘em Good” veröffentlicht und sind auf ausgiebiger Tour. Ganz nebenbei verschenken die Jungs noch den tollen Song All Them Pretty Dolls als Free Download. Ihren energetischen Rocksound präsentieren sie u.a. am 3. 10. im Sonic Ballroom (Köln) und am 16. 10. im Pretty Vacant (Düsseldorf).
Kauzig sieht er aus, der gute Owen Ashworth, und seine Musik steht dem Äußeren in nichts nach. Der Name seines seit 1997 aktiv betriebenen Projekts Casiotone For The Painfully Alone gibt dabei durchaus schon Aufschluss, womit man musikalisch zu rechnen hat: Lo-Fi Indie-Folk mit elektonischen Spielereien, vorgetragen mit einer tiefen, warmen Stimme, wobei sich der Schmerz im dargebotenen Stimmungsgemenge in Grenzen hält. Man kann beinahe von Euphorie sprechen, die das neue Album Vs. Children entfacht, denn wie hier große Emotionen im Detail kristallisiert werden, ist gleichsam mitreißend und beeindruckend. Die Fusion aus aus Halligalli-Stampf-Rhytmen, cheesy Orgelklängen, einfühlsamen Songwriting und Ashworths zum Teil recht fragiler Stimme hat das Prädikat außergewöhnlich, sogar außergewöhnlich gut verdient. Daher ist es auch erfreulich, dass der schrullige Künstler aus Kalifornien auf seiner “Planes, Trains, & Auto-Replies” Europa Tour einige Konzerte in Deutschland bestreiten wird. Dabei wird es Casiotone For The Painfully Alone nach Karlsruhe, Bremen, Frankfurt und Duisburg verschlagen:
August 12, 2009- Duisburg, Germany@ Steinbruch
August 13, 2009- Karlsruhe, Germany @ Nancyhalle
August 14, 2009- Frankfurt, Germany @ IVI
August 15, 2009- Bremen, Germany @ JZ Friesenstrasse
Vs. Children ist in Deutschland auf dem ebenfalls sehr zu empfehlenen Label Tomlab erschienen und ist ein gelungener Soundtrack nicht nur für verregnete Tage. Anspieltipps: Optimist vs. The Silent Alarm (When The Saints Go Marching In), Man O’ War, Killers, White Jetta
Manche Bands überbrücken die für den interessierten Hörer zum Teil recht lange Wartezeit bis zu einem neuen Release dadurch, dass sie kryptische Pressemitteilungen verbreiten. 90 Prozent solcher Meldungen besitzen allerdings einen Informationswert, der gegen Null tendiert. Dazu gehören gleichsam märchenhafte Töne, die meist lediglich die Gerüchteküche anheizen, und floskelhafte Standardankündigungenen, die sich fast immer auf den stark innovativen Charater und die hohe Qualität des neuen Materials beziehen. Im Falle der Editors, das letzte Album “An End Has A Start” ist bald zwei Jahre alt, herrschte lange Zeit das große Schweigen im Wald, doch jetzt nehmen die Zukunftspläne der Band schärfere Konturen an. Das neue Machwerk der Band um Tom Smith bekommt den wohlklingenden Namen “In This Light And On This Evening” und wird mutmaßlich am 9. Oktober den Weg in die Öffentlichkeit finden. Passend dazu, wird die Band im November und Dezember durch Europa touren. Dabei wird es die Editors auch für fünf Konzerte im November nach Deutschland verschlagen. Auf der Landkarte darf bei Köln (12.11.), Bielefeld (20.11.), Dresden(22.11.), München (29.11.) und Stuttgart (30.11.) ein fettes Kreuz eingetragen werden. So weit so gut. Alle anderen durchgesickerten Infos verstören eher als positiv zu stimmen, sind aber eben auch mit Vorsicht zu genießen.
Beispielsweise nannte Sänger Tom Smith gegenüber dem NME zwei Filmklassiker, die als Einflüsse auf den neuen Longplayer zu nennen seien. Die Überraschung weicht nur langsam angesichts der Tatsache, dass Smith den Ridley-Scott-Klassiker “Blade Runner” sowie den Blechmann-Epos “Terminator” nannte. Futuristisch und natürlich düster soll das dritte Album der Band also klingen. So, so! Das “synth-heavyalbum” soll laut Smith quasi seine Wurzeln in der Zukunft besitzen, daher muss es natürlich futuristisch klingen, und auch die verstärkt eingesetzten eletronischen Elemente ergeben sich aus diesem Sachverhalt. Es bleibt jedoch zu hoffen, dass jene Neuerungen den Editors-Klang zwar bereichern, jedoch nicht grundlegend ändern. Die Ankündigungen des offensichtlich Science-Fiction begeisterten Frontmanns lassen sich wohl erst bei der Albumveröffentlichung genau einordnen. Bis dahin wird sich die Promo-Wäschetrommel mit Sicherheit weiterhin fleißig drehen.
Wenn man von Legenden spricht, klingt dies oft nach schierer Übertreibung oder nach Künstlern, die bereits gehörig Staub angesetzt haben. Beides trifft auf Graham Day keineswegs zu, denn Mr. Day’s Vita weist einige Stationen auf, die untrennbar mit der Geschichte des Garagenrock verbunden sind. Allein die Tatsache, dass Day zusammen mit Billy Childish bei The Buff Medways und Thee Mighty Caesars gezockt hat, wäre eigentlich schon Referenz genug, doch hinzu kommen noch die kultigen The Prisoners, The Prime Movers und etwaige andere Kapellen. Mit anderen Worten, Graham Day hat bereits einiges auf dem Buckel und etliche Abzeichen in Sachen Garage erworben. So ist es kaum verwunderlich, dass Day’s aktuelle Band im Rücken The Gaolers ebenfalls hochkarätig besetzt ist. Das letzte Album von Graham Day & The Gaolers, Triple distilled betitelt und im Oktober 2008 auf Damaged Goods erschienen, entsprach dann auch dem Qualitätsstandard, den man erwarten konnte. Graham Day besitzt allerdings fast auschließlich in der Garage-, Beat- und Mod-Szene einen ausgezeichneten Namen, aber das ist doch schon einmal was. Graham Day & The Gaolers sind zur Zeit auf Tour und diese sei nicht nur Sympathisanten besagter Szene ans Herz gelegt, denn der ausgelassene Rocksound der Band dürfte auch Szenenunkundigen bestens gefallen.
Beispielsweise ist die Band am Samstag, den 16. Mai im Rahmen des feinen Monkey Cave 60s Club (Party mit dem Schwerpunkt Beat, Soul, Psych, Garagepunk) ab 22 Uhr zu Gast im ebenso feinen Djäzz in Duisburg. Läppische 10 Euro kostet der Spaß und natürlich ist der Eintritt für den Nighter inklusive. Wenn das mal nicht eine lohnenswerte Abendgestaltung darstellt. Nachfolgend die weiteren Tourtermine:
Fr, 15.05.2009 Rennes-Mondo Bizarro
Sa, 16.05.2009 Duisburg-Djäzz (plus Monkey Cave 60s Club Party)
So, 17.05.2009 Aachen-Musikbunker
Mo, 18.05.2009 Münster-Gleiss 22
Di, 19.05.2009 Berlin-Cortina Bob
Mi, 20.05.2009 Hamburg-Hafenklang
Do, 21.05.2009 Bremen-Towerbar
Fr, 22.05.2009 Antwerpen-Bar Mondial
Sa, 23.05.2009 Bourges-Cosmic Trip Festival
(via Triggerfish)
Seit vorgestern ist die neue Single “I´m throwing my arms around Paris” im Handel und nun sind es nur noch 2 Tage bis zur Veröffentlichung von “Years of Refusal”. Aus den Aufenthaltsräumen sämtlicher Musikredaktionen heißt es unisono, dass da Großes naht. Nach dem sensationellen “You Are the Quarry” und dem soliden “Ringleaders…” wäre dies sicher keine Überraschung. Hier das Pre-Listening des Albums. Das Berlin Konzert ist inzwischen “sold out”, während es für Köln, Bremen und Offenbach noch Karten gibt!!!
Long Beach in Kalifornien ist nicht nur die Heimatstadt der Independent-Ikone und des Pixies-Frontmanns Frank Black, sondern auch der Crystal Antlers. Während die Pixies ihren Songs eine Prise Wahnsinn angedeihen ließen, greifen die Crystal Antlers mit beiden Händen in die Gewürzkiste. Bluesige Noise-Extravaganza mit ruhigen Passagen, ausuferndem Gitarren-Gegniedel, coolen Bassläufen und versiertem Gekeife. Ihre aktuelle EP sprüht nur so vor Ideen und ist angenehm loco. Zudem machen die sechs Herren zur Zeit die Bühnen der Republik unsicher. Chaos vorprogrammiert!
Wenn eine Band einen ganzen Haufen Genres mischt und das Ergebnis wütend an die Wand wirft, muss dies noch lange kein Qualitätsmerkmal sein. Im Gegenteil wirkt das Produkt einer solchen Vorgehensweise oft artifiziell, halbgar und somit hochgradig unfertig. Die Gefahr ist einfach zu groß, in den eigenen Ambitionen baden zu gehen. Oft fehlen auch einfach die Fähigkeiten, um das chaotische Puzzle zu handeln. Die Jungs von Chrystal Antlers lösen dieses Problem auf ihrer 6 Songs starken, un- oder selbstbetitelten EP jedoch mit Bravour. Die verwendeten Ideen werden zumeist gekonnt zu Ende geführt und das Besondere dabei ist, dass die Songs fast alle ziemlich kurz sind. Im Gegensatz zu anderen experimentellen Bands kommt man hier also auf den Punkt und das ist doch sehr erfrischend.
Straighter als The Mars Volta und folkloristisch entschlackt? Psychedelischer als The Blood Brothers, wilder rockend als Animal Collective? Die Hardcore-Blues-Variante von Portugal. The Man? Viele Fragen und immer die gleiche Antwort. Crystal Antlers. Ob die Kalifornier auch ei
ne gute Live-Band sind? Folgende Konzerte könnten die Antwort auf diese Frage liefern:
09.02. München – 59:01
10.02. Duisburg – Steinbruch
11.02. Hamburg – Hafenklang
16.02. Berlin – Magnet
17.02. Köln – Sonic Ballroom
The Great Bertholinis bremsen dich ungeniert aus. Raus aus dem Alltag und hinein in eine Welt, in der Geschwindigkeit relativ ist. Mit ihren ausgefeilten Arrangements wandeln sie auf den Spuren von phantastischen Künstlern wie Beirut, Kaizers Orchestra oder auch Tom Waits, bewahren sich aber mit spielender Leichtigkeit ihre Eigenständigkeit. Hier herrscht Melancholie und Lebensfreude zugleich. Ein vertonter Emir Kusturica Film für die eigenen vier Wände? Vielleicht, aber sich noch viel mehr und in jedem Fall großes Kopfkino. Dass ihr im Februar erscheinende neue Album “Planting a Tree Next To A Book” ein absolutes Kleinod ist, sei an dieser Stelle bereits verraten (ausführliche Besprechung folgt in Kürze), aber vorher geht es auf große Tour!
The Great Bertholinis sind eine Ausnahmeband und davon können sich alle Freunde von Folk, Indie und Polkapop live überzeugen. Bei dieser Masse an Konzerten sollte auch für jeden ein geeigneter Termin dabei sein. Ob die Bandmitglieder nun wirklich einer alten Zirkusdynastie angehören und aus der Puzta und nicht doch aus dem heimischen Franken stammen, ist irrelavant. Wichtig ist, dass es sie gibt und somit sei die anstehende Tour allen wärmstens ans Herz gelegt. Es lohnt sich!!! Auf der Myspace Seite der Band kann man zudem bereits einigen Songs des kommenden Albums lauschen.
22.01.09 Rosenheim, Asta-Kneipe
23.01.09 Steyr (A), Röda
24.01.09 Wien (A), Ost-Klub
26.01.09 Mainz, Kulturcafé
27.01.09 Fulda, Kulturkeller
28.01.09 Halle, Objekt 5
29.01.09 Bayreuth, Glashaus
30.01.09 Stuttgart, Laboratorium
31.01.09 Frankfurt, Das Bett
03.02.09 Hannover, Cafe Glocksee
04.02.09 Münster, Amp
05.02.09 Bielefeld, Falkendom
06.02.09 Duisburg, Steinbruch
07.02.09 Iserlohn, Jazzclub Henkelmann
08.02.09 Bremerhaven, Pferdestall
12.02.09 Berlin, Kaffee Burger
13.02.09 Hamburg, Lola
14.02.09 Rostock, Jaz
18.02.09 Dresden, Puschkin
19.02.09 Jena, Café Wagner
20.02.09 Kassel, Schlachthof
27.02.09 Leipzig, Moritzbastei
28.02.09 Passau, Proli
06.03.09 München, Feierwerk w/ O’death
19.03.09 Braunschweig, Drachenflug
20.03.09 Berlin, Supamolly w/ Friendly Rich
21.03.09 Kiel, Schaubude
25.03.09 Erfurt, Stadtgarten
28.03.09 Würzburg, Café Cairo
23.05.09 Dingolfing, RedBox Festival