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Hector, Manolo & Soffy O.: Life’s A Soap

hmso_lifes_a_soap_artwork_high_resVier Jahre hat es gedauert bis Soffy O mit „Life’s A Soap“ nun ihren dritten Langspieler auf den Markt wirft. Diesmal betritt sie das musikalische Feld jedoch weder alleine noch tritt sie gegen Toktok an, sondern verbündet sich mit Hector de Guerre (Nom de Guerre) und Manne Svensson aka Manolo (The Flare-Up!).

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The Ruling Class/ The Flare-Up im Djäzz

trcNoch friert es so vor sich hin, bevor es im Anschluss wieder reichlich schmuddeln wird. Dem fiesen Februar-Wetter bietet man am Besten mit genußreichen Konzertbesuchen Paroli und da trifft es sich doch gut, dass das Djäzz in diesem Monat eine Highlight-Akkumulation aufzuweisen hat. Der kleine Club im Herzen Duisburgs mit dem heimeligen Retro-Charme wartet nämlich am 21. und 23. Februar mit einem regelrechten Doppelschlag auf. An besagten ersten Termin gastiert The Ruling Class im Kellerclub und die fünfköpfige Indieband aus London wird das lokale Publikum sicher in Bewegung zu versetzen wissen. Zwischen Shoegaze und Madchester hat die Band es sich gemütlich eingenistet und so wundert es kaum, dass man sich an eine Mischung aus Stone Roses, Happy Mondays, My Bloody Valentine und natürlich The Charlatans erinnert fühlt, zumal mit letztgenannten The Ruling Class bereits auf Tour waren. Vielleicht hat die Band ja auch Nachpressungen ihrer restlos ausverkauften Singles im Gepäck, damit man auch tolle Songs wie “Marian Shrine” oder “Flowers” auf dem heimischen Plattenspieler genießen kann. Und wenn nicht, lohnt sich der Besuch bei dem Konzert aber trotzdem. Keine Frage!

Am 23. Februar dann die Schweden von The Flare-Up. Wie berichteten bereits von deren formidablen Album “Whip’em Hard, Whip’em Good”, das abwechslungsreichen Garagen- meets Indierock zelebriert. Qualitätsmerkmale sind sicher die hysterisch anmutenden Stimme des Sängers Manne Svensson und die heterogenen Mischung der Songs. Auf  Whip’em Hard, Whip’em Good ist auch Platz für den ein oder anderen Popmoment und insgesamt scheint die Band eher in Richtung Indie- als zur Punkrockszene hinüber zu zwinkern. Ein herausragendes Beispiel für die genreunorthodoxen Momente des Albums ist sicher der Titelsong, der sich  als lupenreine Glam-Power-Ballade entpuppt und ganz schön in den Ohren wurmt. Im Gegensatz zu diesen Ausbrechern, zu denen auch das ebenfalls Glamappeal aufweisende “Too Many Zombies” und das Britpop-lastige “All Them Pretty Dolls” gehören, versteht es der Longplayer schon erwartungsgemäß zu rocken und mit gehörig Dreck zu werfen. In diese Kategorie fällt sich der Opener “Put It In A Letter” oder das abschließende “Sure You’re Big Enough?” (exklusive dem Hidden Track, der sich als 70’s Rockschwarte erweist).

Beide Konzerte werden von Burn The City, der Duisburger Indiesause-Reihe präsentiert!

21. Februar Djäzz (Duisburg) 21 Uhr: The Ruling Class

23. Februar Djäzz (Duisburg) 21 Uhr: The Flare-Up

The Flare-Up! – Whip’em Hard, Whip’em Good

flare-upAction-Garage-Rock mit viel Drive. Kommt aus Skandinavien? Richtig! Darf jetzt gegähnt werden? Mitnichten. Schon erstaunlich, dass gerade Schweden immer wieder Bands hervorbringt, die sich genau  besagtem Sound verschrieben haben, doch die hier vorgestellten The Flare-Up! sind mehr als nur weitere Hellacopters oder Backyard Babies Epigonen.

Ihr Debütalbum Whip’em Hard, Whip’em Good schlägt zwar durchaus in die Schweinerock-Kerbe, die in der Vergangenheit so typisch für die Garagerock-Szene des hohen Nordens war, doch andererseits weist die junge Band reichlich Eigenständigkeitspotential auf.

Dies beginnt bei der hysterisch anmutenden Stimme des Sängers Manne Svensson und drückt sich vor allem in der heterogenen Mischung der Songs aus, so dass der eingangs unterstellte Langeweile-Einwand ins Leere läuft. Auf  Whip’em Hard, Whip’em Good ist auch Platz für den ein oder anderen Popmoment und insgesamt scheint die Band eher in Richtung Indies- als zur Punkrockszene hinüber zu zwinkern.

Ein herausragendes Beispiel für die genreunorthodoxen Momente des Albums ist sicher der Titelsong, der sich  als lupenreine Glam-Power-Ballade entpuppt und ganz schön in den Ohren wurmt. Im Gegensatz zu diesen Ausbrechern, zu denen auch das ebenfalls Glamappeal aufweisende “Too Many Zombies” und das Britpop-lastige “All Them Pretty Dolls” gehören, versteht es der Longplayer schon erwartungsgemäß zu rocken und mit gehörig Dreck zu werfen. In diese Kategorie fällt sich der Opener “Put It In A Letter” oder das abschließende “Sure You’re Big Enough?” (exklusive dem Hidden Track, der sich als 70′s Rockschwarte erweist).

Das in Deutschland auf TV Eye Records in Berlin erschienene Album von The Flare-Up! ist wirklich eine kugelrunde Sache und rollt und rockt über Stock und Stein, weicht dabei dem ein oder anderen Klischee aus, obwohl solche Ausweichmanöver nicht immer zu gelingen scheinen. Dennoch ist  Whip’em Hard, Whip’em Good gerade gemessen an den doch sehr ausgetretenen Pfaden dieses Genres ein echter Glücksgriff.

The Flare-Up! auf Tour:

16. Oktober – Pretty Vacant (Düsseldorf)

28. November – Bassy (Berlin)

The Flare-Up: Album, Free Download und Tour

The Flare-Up aus Schweden haben gerade ihr Debütalbum “Whip ‘em Hard, Whip ‘em Good” veröffentlicht und sind auf ausgiebiger Tour. Ganz nebenbei verschenken die Jungs noch den tollen Song All Them Pretty Dolls als Free Download. Ihren energetischen  Rocksound präsentieren sie u.a. am 3. 10. im Sonic Ballroom (Köln) und am 16. 10. im Pretty Vacant (Düsseldorf).