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Now, Now Every Children: Cars

nnec-coverVon einer Sekunde auf die andere, mitten im gesungenen Wort beginnt die zarte Stimme von Sängerin Cacie Dalager zu zittern. Dalagers bezaubernde Stimme wird dann derartig fragil, dass man unweigerlich an den großartigen Connor Oberst und seine stimmlichen Qualitäten denken muss. Sicher nicht die schlechteste Referenz, auch wenn bei Now, Now Every Children das Wort Folk wohl kaum in mutmaßlichen Genrebezeichnungen auftauchen dürfte. Vielmehr zelebrieren die beiden Protagonisten einen attribut-gespickten Indierock der Spitzenklasse: zerbrechlich, hymnisch, rauh und elgant roh. Ein Erstlingswerk zum Schwärmen und die nächste essentielle Veröffentlichung in diesem noch so jungen Jahr.

Ohne Bass, aber mit vortrefflichen Melodien und einer intimen Stimmung überraschen Now, Now Every Children vom ersten Ton an. Bereits der Opener “Not One, But Two” trifft den Hörer am emotionalen Glaskinn.  Das ist definitv suchterzeugende Musik, denn kaum haben sich die Nackenhaare gelegt, jagt der nächste Schauer den Rücken entlang. “Everyone You Know” klingt so vertraut, so unschuldig und diese unbekümmerte Leichtigkeit wirkt derartig entwaffnend, dass selbst  ein  gesungenes “Oh,oh” weder platt noch verbraucht klingt. Der reduzierte Klang des gesamten Albums ist als geradezu ideal zu bezeichnen, da so die bereits angedeutete intime Atmosphäre erst richtig zur Geltung kommt. Es ist beinahe so, als wäre “Cars” ausschließlich für  dich allein geschrieben worden und das ist doch mal eine ausgesprochen angenehme Suggestion.

Abgesehen von der  bedächtigen Grundstimmung hat “Cars” aber noch viel mehr zu bieten. Immer wieder sorgen Gitarre und Schlagzeug dafür, dass auch der zweite Teil des Begriffs Indierock seine Bnnecerechtigung erfährt, Dynamik nennt man das wohl. “Friends With My Sister” treibt dieses Phänomen sogar auf die Spitze, wenn die mit Glockenspiel angeicherte Piano-Ballade in einer  geräuschvollen Eruption mündet. Charmantes Geschrammel ist auch so etwas wie das wiederkehrende Leitmotiv des Albums, wie kleine große Hits wie “In My Chest” oder “In The City” eindrucksvoll belegen. “Cars” ist wirklich ein absolut überzeugendes Album: mal laut, mal leise – mal bedächtig, mal krachig; Ein weiteres Highlight auf Tapete Records, mit dem das Hamburger Label wieder einmal sein Gespür für außergewöhnliche Veröffentlichungen, auch jenseits des großen Teichs beweist.

Müssen alle mit 5: Der Sampler eures Vertrauens

Mit Hand, Fuß und reichlich Herz wartet auch der inzwischen fünfte Teil der Sampler-Reihe auf. Seit 2003 ist der Name Müssen alle mit untrennbar mit alternativer Popmusik aus Deutschland verbunden und von Beginn an setzte man auf eine gelungene Mischung aus allseitsbekannten Wortführern und eher unbekannten Vertretern der musikalischen Landschaft. Nun also Nummer 5 und auch dieses Mal ist auf der umfangreichen Doppel-CD alles drauf, was man so haben sollte: Tocotronic, Kettcar, Superpunk, Nils Frevert, Frank Spilker Gruppe, PeterLicht, 1000Robota, Fotos, Die Türen, und, und, und…

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Dutch Uncles: Das akustische Medizinschränkchen

Zufriedenheit ist Einstellungssache, doch wenn äußere Faktoren wie Dauerregen, kalte Füße und eine triefende Nase das Wohlbefinden negativ beeinflussen, sollte man zu der ultimativen Geheimwaffe unter den Tagesrettern greifen: Eine volle Dosis Wellness-Pop. Das Debütalbum der Dutch Uncles beinhaltet als akustisches Medizinschränkchen alle heilsamen Mittel um dem Trübsinn erfolgreich zu trotzen. 10 Songs, 36 Minuten und zwei zum Himmel deutende Daumen… Read more »

Superpunk-Single umsonst

Die neue Superpunk-Single Das waren Mods kann man ab jetzt für lau und in richig guter Qualität  runtergeladen werden. Ein feiner Zug der grundsympathischen Herren, die am kommenden Sonntag Düsseldorf gewohnt stilsicher heimsuchen werden.

1000 Robota: Angenehm unbequem

Hamburg wieder und es bleibt dabei: Die norddeutsche Metropole dient oft als Produktbeschreibung, mit der man eine deutschsprachige Indie-Band zum Ritter schlagen kann. Verdammtes Vorurteil. Oder doch nicht? 1000 Robota stammen aus besagter Stadt und sie sind relevant, werden relevant sein. Ihre Debüt-EP kündete: Hamburg brennt! Ihr Sound steht dem in nichts nach: hibbelig, hysterisch, launisch und dringlich. Wie 1000 Ameisen wuseln sich ihre Songs in Bauch und Birne und fordern, vergessen aber auch nicht zu geben. Ende September erscheint ihr erster Longplayer auf Tapete Records. Read more »

Superpunk mit neuer Single

Platten aufnehmen macht Spaß, Platten veröffentlichen noch mehr. Am 10.Oktober erscheint mit “Das waren Mods” ein brandneuer Song als 7″ mit exklusiver B-Seite und als Gratisdownload. Super!!!