Posts Tagged ‘ Soloalbum ’

Tim Kasher (Cursive/The Good Life) Soloalbum

Nachdem das letzte Cursive Album Mama, I’m Swollen eher hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist, wobei Happy Hollow (2006) und The Ugly Organ (2003) die Messlatte sicher in schwindelerregender Höhe platziert haben, wagt sich Frontmann Tim Kasher nun mit einem Soloalbum auf die Veröffentlichungsempore. The Game of Monogamy wird am 5 Oktober auf dem Haus-und-Hof-Label Saddle Creek erscheinen und folgendermaßen angekündigt: “The Game Of Monogamy is more of an arranged record than any of Kasher’s past releases, filled with theatrical arrangements and lush instrumentation to create his own blend of classic pop.”

Kele: The Boxer

kele1“Es ist nicht der Berg der dir zum klettern so hoch erscheint, es ist der Kiesel in deinem Schuh”, so die pragmatisch-philosophische Lebensweisheit des wohl talentiertesten Boxers aller Zeiten. Wie einst Muhammad Ali waren auch Bloc Party ein absolutes Schwergewicht in ihrer Disziplin und wenn nun Frontmann Kele Okereke alleine in den Ring steigt, sind Skepsis und Erwartungshaltung von ebenbürtigen Ausmaßen. Um Autonomie ringend, jedoch nicht vollends losgelöst von den Frührentnern Bloc Party präsentiert sich Kele auf seinem ersten Soloalbum.

Vielmehr wirkt “The Boxer” wie eine Modifizierung, mehr oder weniger konsequente Abkehr vom vormals praktizierten Stilhybrid der erfolgreichen Hauptband. Augenfälligste Entwicklung ist sicherlich die weitgehende Verbannung der Gitarre aus dem eigenen Songmaterial. Read more »

Walter Schreifels: Millionen Jahre später

wsDer Mann mit dem so klangvollen wie amüsanten Namen ist das, was die Boulevardjournaille wohl eine lebende Legende nennen würde, auch wenn diese Walter Schreifels gar nicht kennt. Der gebürtige New Yorker und jetzige Wahl-Berliner hat beispielsweise in zwei der einflussreichsten Hardcore Bands der 80er Jahre, bei Youth of Today und Gorilla Biscuits, mitgewirkt und dabei dem Genre den Optimismus gelehrt (Positive Hardcore)! Nach den days of being wild ging es für Walter mit Quicksand weiter, deren Post-Harcore-Bretter ebenfalls als oft übersehene Meilensteine gelten. Die musikalische Biografie Schreifels erweist sich darüber hinaus als durchaus Neid erzeugende Auflistung von eigenen Bands und Kollaborationen, die es in sich haben: Produzent von CIV und Hot Water Music, Kopf von Rival Schools und Walking Concert.

Seit ein paar Jahren tauchte Walter Schreifels auch immer wieder auf den Bühnen dieser Welt als Soloartist, ergo als Singer/Songwriter auf, wobei ich mich gerne an den sympathischen Auftritt im Vorprogramm von Badly Drawn Boy im ehemaligen Prime Club in Köln erinnere, vor allem an das interessante Sick Of It All – The Smiths Medley. Muss man erst mal machen! So einer verblüffenden Zusammenarbeit kam es 2008 mit den Berliner Electropunks von Egotronic, bei der er zur Single “Kotzen” Vocals beisteuerte. Nun also zwei weitere Jahre später und nach der Rival Schools Reunion im Festival Sommer 2009 das erste, tatsächliche Soloalbum Schreifels und das nach gefühlten Ewigkeiten der musikalischen Aktivität, aber auch hier gilt wohl, wie für so vieles im Leben, besser spät als nie. Das Album trägt mit  “An Open Letter To The Scene” einen Titel, wie er typischer für den ollen Schreifels nicht sein könnte und erscheint im Frühjahr 2010. Agnostic Front und CIV Cover inklusive. Auch das ist typisch für Schreifels, dass er trotz seinem Weg weg vom Hardcore seinen Wurzeln immer treu blieb und wenn dies in Form von Akustikversionen ehemaliger Rotz-und-Schweiß-Prügelern geschieht. Der Walter ist immer für Überraschungen gut.

Julian Casablancas – der Album-Bluff

Was ist denn da passiert? Eigentlich sollte das erste Soloalbum des The Strokes Frontmanns Julian Casablancas bereits heute käuflich zu erwerben sein. Eigentlich. Es mutet schon ziemlich skurril an, wenn ein Veröffentlichungstermin am oder unmittelbar vor dem geplanten Veröffentlichungtag verschoben wird. Die diffus aufgeteilten Release-Termine sind auf der Homepage des Künstlers einsehbar. Laut dieser Quelle  soll das Album Phrazes For The Young in Deutschland nun am 30. Oktober erscheinen, ebenso in Australien, der Schweiz und Österreich. Der Rest der Welt teilt sich den 2., 3. und 4. November. Mal sehen!