Mit “straight unter die Rippen” kann man die Stoßrichtung des zwischen Indierock, Pop und Punk zu verortenden Sound der norddeutschen Band Findus beschreiben, der...
Interessantes Sujet, knalliges Layout und nicht zuletzt die Ausgestaltung als Literatur-Remix, als adaptiertes Konzept aus der Welt des Djing: all das spricht für den 2009 erstmals veröffentlichten Text “Ausgehen” von Barbi Marković. Beim Suhrkamp Verlag hieß es gar im Zuge der Veröffentlichung, “die deutschsprachige Popliteratur der Gegenwart” komme aus Belgrad, der Heimat der studierten Germanistin Marković, was eben direkt Bezug nimmt auf das nachfolgend besprochene “Ausgehen”, ein Remix der 1971 publizierten Erzählung “Gehen” Thomas Bernhards. Sicherlich ein mutiges Unterfangen, schließlich gilt der Österreicher Bernhard als einer der herausragenden Autoren der deutschprachigen Nachkriegsliteratur. Gleich die erste reguläre Seite des schmalen Bändchens demonstriert das angewandte Prinzip, in dem ein Auszug aus “Gehen” durch ein visualisiertes “Scratch” zum Remix, zu ihrem “Ausgehen” wird.
Die überschaubare Handlung, welche vom angewandten und zugleich zutiefst deprimierenden Eskapismus des Clubbings berichtet, wird stets von Playlist-Auszügen aus einem DJ-Set eingerahmt, so dass dieses Strukturprinzip als ebenfalls charakteristisch zu bezeichnen ist. Handlung ist in “Ausgehen” nicht nur kaum vorhanden, sondern gar auf ein rudimentäres Maß verkürzt und findet nur in der Reflexion statt. Die unendlich Monotonie von zermürbender Arbeitstätigkeit und ähnlich freudlosem Clubbingzwang findet sich auch auf stilistischer Ebene wieder. Es dominieren indirekte Rede und hypotaktische Repitition der ewig gleichen Satzteile und alles zusammen lässt die knapp 90 Seiten ebenso anstrengend für den Leser werden, wie wohl der Belgrader Clubbingmarathon für die Nicht-Protagonisten Bojana, Milica & co anmutet.

Mit “Nullsummenspiel” erscheint am morgigen Freitag (13.06.) Kettcar´s zweite Single Auskopplung aus dem Album “Sylt”, allerdings ausschließlich im Download Format.
Man kann den sympathischen Hamburgern nur zur Auswahl des Songs gratulieren, denn “Nullsummenspiel” ist ein typischer, man will schon sagen, ein klassischer Uptempo Kettcar Hit par excellence. Read more »
Nicolas Sturm: Schiffbruch
Es ist fast auf den Tag ein Jahr her, dass Nicolas Sturm mit der ambitionierten EP “Doppelleben” begeistern konnte. Alles ist Pop lobte gleichsam die “kunstvoll gearbeiteten kleinen musikalischen Schmuckkästchen” und “die textlichen Kleinode, die sich in ihnen verbergen.” Aktuell bietet der talentierte Songwriter den Song “Schiffbruch” auf der Label-Homepage von Omaha Records zum Nulltarif an, also her mit euren Ohren!
Okkervil River: I Am Very Far (10. Mai)
Das neue Album der Indie-Folk-Sensation Okkervil River namens “I Am Very Far” erscheint in den USA am 10. Mai, laut gewissen Online Versandhäusern in Deutschland jedoch bereits am 6. Mai, am Release-Freitag eben. Wer sich nicht so lange gedulden möchte, kann im digitalen Okkervil River Zeltlager bereits den Song “Wake and Be Fine” herunterladen. Mal sehen, was sich Bandguru Will Sheff dieses mal ausgedacht hat.
Lesung: LCD im Salon des Amateurs
Dienstag geht es los! Der LiteraturClub Düsseldorf feiert seine Premierenveranstaltung im Salon des Amateurs. Eine Bereicherung für die Düsseldorfer Altstadt und Literaturszene gleichermaßen. Zum Auftakt lesen die Initiatoren selbst: A.J. Weigoni, Swantje Lichtenstein, Enno Stahl, Peggy Neidel, Jens Prüss. Pflichtveranstaltung!
Mit “straight unter die Rippen” kann man die Stoßrichtung des zwischen Indierock, Pop und Punk zu verortenden Sound der norddeutschen Band Findus beschreiben, der...
Ach, Omas Teich. Ein kleines, feines Festival im beschaulichen Ostfriesland mit einem nur bedingt spektakulären Line-up und doch einigen erwähnungswürdigen Glanzlichtern, z.B. dem bewegenden...
Hallo Sommer! Zwar ist dieser mal mehr und mal weniger präsent, aber die sonnigen Stunden reichen jetzt schon aus, um die Endorphinausschüttung gehörig anzukurbeln....
Die Blog-Community hatte die richtige Spürnase und der Electropop-Adel hat ihnen bereits lobend die Hände aufgelegt. Popular Damage rechtfertigen diese aristokratische Würdigung nun mit...
Audiolith Records steht seit Jahren für gesäßtretende (elektronische) Musik ohne Grenzen, und da so Pi mal Daumen das fünzigste Release fällig war, sollte dies...