In Bier marinierter Postpunk mit Euphoriegarantie, das nötige Quentchen Lebensfreude trifft gutzuheißenden Alltagszorn, ergo was will man mehr? Findus sind gerade auf Tour und wenn man bedenkt, dass die Jungs aus Schleswig-Holstein sich bei dieser die Bühne mit Turbostaat und Against Me! teilen werden, so weiß man, die gehören unzweifelhaft zu den Guten. Im Oktober des letzten Jahres ist “Sansibar”, der Debütstreich der Nordlichter, erschienen und die Platte mit dem Schiffscover wurde von einem Ox-Kollegen gar als eine “der besten deutschen Punkalben” der letzten Zeit bezeichnet. In jedem Fall bieten die “gute[n] Menschen mit schlechten Manieren” einen netten Genrepogo zwischen Pop, Punk und Indierock, der durchaus die Begeisterungsrakete bei Mädels und Jungs zünden dürfte.
Beispiel gefällig? Der Myspace-Player der Band zeugt von Songs, die Unterhaltunsgmusik im wahrsten Sinne des Wortes darstellen und wenn man dann noch das gelungene Video zu “Anfang vs. Ende” betrachtet, rieselt mit Recht Stimmungskonfetti von der Schädeldecke. Irgendwie scheinen Findus instinktiv alles richtig zu machen und bevor sie ihre Songs mit zuviel Komplexitätsbalast beschweren, geben sie lieber dem simpel-straighten Weg den Vorrang, was zu beschriebenen Effekten führt. Wer sich von den Live-Qualitäten des Fünfers überzeugen möchte, hat in den nächsten Wochen und Monaten noch einige Gelegenheiten dazu, beispielsweise am 16. April im Duisburger Steinbruch. Auf das heisere Kehlen Knallerlieder wie “Erdbebenwarnung” oder “Die Delle im Entertainmentprogramm” entsprechend zelebrieren werden, denn geeignet ist dieser Soundtrack zum Abfeiern der Band und des eigenen Ego allemal. So, jetzt “No Division” von Hot Water Music auf den Plattenteller und die Vorfreue schüren. Durchsageende!