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Xiu Xiu (Steinbruch, Duisburg)

02.06.10
20:00

Was: Xiu Xiu – experimenteller Düsterpop in Perfektion. Das diesjährige Release „Dear God I Hate Myself” lässt den Hörer gleichermaßen atem- und ratlos zurück und reines Gefallen wird zur Nebensache.
Support: Woom

Wo: Steinbruch (Duisburg)

Wieviel: VVK: 10 Euro; AK: 13 Euro

The Ruling Class/ The Flare-Up im Djäzz

trcNoch friert es so vor sich hin, bevor es im Anschluss wieder reichlich schmuddeln wird. Dem fiesen Februar-Wetter bietet man am Besten mit genußreichen Konzertbesuchen Paroli und da trifft es sich doch gut, dass das Djäzz in diesem Monat eine Highlight-Akkumulation aufzuweisen hat. Der kleine Club im Herzen Duisburgs mit dem heimeligen Retro-Charme wartet nämlich am 21. und 23. Februar mit einem regelrechten Doppelschlag auf. An besagten ersten Termin gastiert The Ruling Class im Kellerclub und die fünfköpfige Indieband aus London wird das lokale Publikum sicher in Bewegung zu versetzen wissen. Zwischen Shoegaze und Madchester hat die Band es sich gemütlich eingenistet und so wundert es kaum, dass man sich an eine Mischung aus Stone Roses, Happy Mondays, My Bloody Valentine und natürlich The Charlatans erinnert fühlt, zumal mit letztgenannten The Ruling Class bereits auf Tour waren. Vielleicht hat die Band ja auch Nachpressungen ihrer restlos ausverkauften Singles im Gepäck, damit man auch tolle Songs wie “Marian Shrine” oder “Flowers” auf dem heimischen Plattenspieler genießen kann. Und wenn nicht, lohnt sich der Besuch bei dem Konzert aber trotzdem. Keine Frage!

Am 23. Februar dann die Schweden von The Flare-Up. Wie berichteten bereits von deren formidablen Album “Whip’em Hard, Whip’em Good”, das abwechslungsreichen Garagen- meets Indierock zelebriert. Qualitätsmerkmale sind sicher die hysterisch anmutenden Stimme des Sängers Manne Svensson und die heterogenen Mischung der Songs. Auf  Whip’em Hard, Whip’em Good ist auch Platz für den ein oder anderen Popmoment und insgesamt scheint die Band eher in Richtung Indie- als zur Punkrockszene hinüber zu zwinkern. Ein herausragendes Beispiel für die genreunorthodoxen Momente des Albums ist sicher der Titelsong, der sich  als lupenreine Glam-Power-Ballade entpuppt und ganz schön in den Ohren wurmt. Im Gegensatz zu diesen Ausbrechern, zu denen auch das ebenfalls Glamappeal aufweisende “Too Many Zombies” und das Britpop-lastige “All Them Pretty Dolls” gehören, versteht es der Longplayer schon erwartungsgemäß zu rocken und mit gehörig Dreck zu werfen. In diese Kategorie fällt sich der Opener “Put It In A Letter” oder das abschließende “Sure You’re Big Enough?” (exklusive dem Hidden Track, der sich als 70’s Rockschwarte erweist).

Beide Konzerte werden von Burn The City, der Duisburger Indiesause-Reihe präsentiert!

21. Februar Djäzz (Duisburg) 21 Uhr: The Ruling Class

23. Februar Djäzz (Duisburg) 21 Uhr: The Flare-Up

dellplatz: Subtiles Löwengebrüll

dellplatz1Ein allegorischer Tritt in den Hintern der umsichgreifenden Lethargie gefällig? Befindlichkeitsfixierung und ein aufgeräumter Blick für die Umwelt müssen sich nicht kategorisch ausschließen, vor allem wenn die Synthese in Songs aus dem Alltag für den Alltag münden. Die Band dellplatz bringt in ihren Songs Denke und Fingerkuppensensibilität auf einen gemeinsamen Nenner und beweist, dass man auch heutzutage Musik noch ohne schlechtes Gewissen mit dem “Indie”-Sticker bekleben darf.

Die Dame und die drei Herren aus dem musikalischen Niemandsland Duisburg  streifen zwar die alte Dame Pathos, rennen diese dabei aber nicht über den Haufen und auch zu konzentrierte Verkopftheit wird vermieden, auch wenn die melancholische Grundstimmung, gepaart mit den fiktionalen, zwischen Abstraktion und Klartext pendelnden Texten, das Barometer in diese Richtung ausschlagen lassen.

Wie die Band betont, liegt es ihnen fern, die Welt nur deskriptiv in ihren Liedern abzubilden, sondern sie zielen auf auszulösende Denkanstöße ab. Das sind zwar gebräuchliche Formulierungen, doch wenn man sich die Ende 2009 in der Tresorfabrik zu Düsseldorf aufgenommenen Stücke zu Gemüte führt, so glaubt man zu verstehen, was gemeint ist: den Hörer einbeziehen und fordern.

5 Songs der Session werden nun unter dem Titel “ein tropfen wahrheit” zusammengefasst und auf den anstehenden Konzerten dem Live-Test unterzogen. Nachdenken darf man nach dem Verklingen der letzten Töne, denn man betont, auch dem Rock Tribut zu zollen, schließlich sei man ja keine “Beerdigungsband”.  Dieses sympathische Augenzwinkern ist doch auch mal eine Ansage an all die, die sich viel zu wichtig nehmen. Subtiles Löwengebrüll? Auch das geht!

Die 2004 von zwei alten Schulfreunden gegründete Band ist längst den Kinderschuhen des Dillettantismus entwachsen und Songs wie “frühling” beweisen, dass sich inzwischen geschultes Handwerk und inhaltliche Reife kongenial ergänzen. Anders ist ein hinreißender Song wie “eine verschwendung” nicht zu erklären, der unter Dampf steht, der nach Vorne geht und durchaus ohrwurmig ist. Well done, sagt der Engländer. Musikalische Einflüsse zwischen Blumfeld und “2000er indieWhatever, 90er Britpop, 80er Punk “, das ist plausibel und nachvollziehbar.  “wie weit?” ist Anschauungsmaterial, das Spaß macht. Hat irgendwer was von “verkopft” gehüstelt?

dellplatz2

Jetzt könnte man meinen, dellplatz wollen es 2010 so richtig wissen. Ein fettes Jein wäre wohl angemessen, da nach den anstehenden Konzerten ein Bandviertel erstmal auf Weltreise geht, während der dreckige Rest das Hauptaugenmerk auf “Songschreiben und Promotion” legen wird. Also doch. Da wird auch in Zukunft was gehen. Hoffentlich, kann man nur sagen, denn neben dem bisher eingeschlagenen Weg prangt das Schild “richtige Richtung”! Hiervon überzeugt man sich wohl am Besten auf den Konzerten im Januar und Februar. Da werden dann Knallersongs wie “heidelberg” oder “unwichtig” und wohl auch alle Bandkonstanten zum Einsatz kommen: “Alkoholika, Kippen, Hass, Liebe, Freundschaft”. Pure, ungeschönte Menschlichkeit eben!

21. 01. 2010 Djäzz (Duisburg) mit Adams Pet

04.02.2010 Druckluft (Oberhausen) mit Brisk und Rokoko

20.02.2010 Parkhaus Duisburg Meiderich mit den Männern (Band)

Letzte Soul Connection im Hundertmeister/ Verlosung

letzte-soul-connectionAbschiede fallen schwer, doch noch ein letztes Mal präsentiert die Soul Connection am 4. Dezember dem feierwilligen Publikum sorgfältig ausgewählte Soul & Funk Perlen der 60er & 70er Jahre und das mit geballter DJ-Power. Über 8 Jahre war die beliebte Party-Reihe im Hundertmeister eine feste Institution des Duisburger Nachtlebens, jedoch besteht kein Grund für verfrühte Wehmut. Man hätte es beinahe vermuten können, dass DJ Martin Schneider mit einem großen Knall das Schiff Soul Connection sinken lässt.

Dies äußert sich vor allem anhand des zusätzlichen Personals hinter den Turntables, denn neben dem Resident DJ und Veranstalter der Party Martin Schneider werden auch Henry Storch (Betreiber des Düsseldorfer Labels Unique Records und ehemaligen Unique Clubs in der Altstadt) und Oliver Korthals (bekannt aus dem mittlerweile legendären Hamburger Mojo Club) mit im Boot sitzen. Vierter im Bunde ist Benne (Pop’s/Düsseldorf) und es steht außer Frage, dass die Herren der Crowd auf der Tanzfläche ordentlich einheizen werden.

In Absprache mit Martin Schneider verlost Alles-ist-Pop.de für die letzte Soul Connection 3×2 Gästelistenplätze. Einfach eine Email an schicken. Also: Just say Goodbye – und auch wir schwenken das Taschentuch!

Soul Connection – Just say Goodbye

4.Dezember 2009 – 23 Uhr

Kulturzentrale Hundertmeister 6 Euro Eintritt

Casiotone For The Painfully Alone (Steinbruch, Duisburg)

12.08.09
20:00

Was: Casiotone For The Painfully Alone

“Folk-Akustik trifft auf träumerische Elektronik, wobei das Casio-Keyboard im Vergleich zum früheren Sound oft gleich ganz im Schrank verstaut bleibt. Immer noch da ist hingegen die gleiche Klangstimmung, die ist seit 12 Jahren von freundlicher und besänftigender Melancholie geprägt.

Und immer noch singt Ashworth alias Casiotone For The Painfully Alone so, als würde er gedankenverloren zu sich selber sprechen. Einfach sind die Worte und Bilder, die er braucht, um große Fragen aufzuwerfen. Einfach sind auch die Melodien, die vielen Klavierakkorde folgen strikten Mustern, die pluckernden Lo-Fi-Beats bleiben sich oft gleich und drängen sich nie auf.”

Wo: Steinbruch (Duisburg)

Wieviel: VVK 7€ / AK 9€

What? – Whateverism EP

whateverism20.000 Ampere und mehr: mit einem großen Knall ist Duisburg in Sachen alternative Rocksounds wieder back on the map, denn die Whateverism EP von What? besitzt locker die Stromstärke eines grellen Blitzeinschlags. Die drei Songs sind nicht nur energiegeladen und mitreißend, sondern stehen auch gleichzeitig für beachtlichen Tiefgang, denn hier werden einige Gefühlslagen miteinander verschmolzen. Zwischen Melancholie und Wut pendelnd, finden What? die richtige Stimmung für ihre ausgefuchsten, zum Teil außergewöhnlichen Arrangements. Kurt Ebelhäuser (Blackmail) hat zudem der Band aus dem Ruhrgebiet eine amtlich druckvolle Produktion beschert, womit das entstandene Bild absolut rund wirkt. Man muss sicher nicht erstmal die Kristallkugel polieren, um die Prognose zu stellen, dass What? noch einiges in petto haben und die Whateverism EP erstmal nur der Vorbote für zukünftige Großtaten darstellt. Aber jetzt erstmal zur Gegenwart.

Der Titeltrack “Whateverism” sorgt bereits nach den ersten Tönen für große Ohren. Allein die Strophen des Songs besitzen eine Intensität, die zuweilen an Placebo erinnert, wobei diese Assoziation sich schnell als fehl am Platze erweist. Der energetische Refrain stellt eine prägnante Zäsur dar, die gekonnt in den Song eingebaut ist, der insgesamt einen beachtlichen Spannungsbogen aufweist und in der Klimax einer emotionalen Eruption gleicht. Das Beste ist jedoch, dass der Song ein echter “Grower” ist und sich von mal zu mal immer stärker ins Hirn schraubt. Wer jetzt glaubt, dass die anderen beiden Songs den Ball sicherlich flacher halten, der irrt gewaltig. “Odium Of Being” ist ein wahres Monster, was Spielfreude und unkonventionelle Instrumentierung anbelangt. Dabei drückt die Band das Gaspedal ordentlich durch, ohne dabei platt und monoton zu wirken, was wiederum unterstreicht, dass What? ein gutes Gespür für spannende Songstrukturen besitzen. Wer jetzt noch ruhig auf dem Sofa hockt, der wird spätestens beim abschließenden “Lost Beyond Recall” richtig umgeblasen, denn dem aus den Boxen dröhnenden Orkan kann man nur schwer Widerstand leisten. “Lost Beyond Recall” geht gewaltig nach vorne, setzt geschickte Pausen, um anschließend die große Keule zu schwingen und für offene Münder zu sorgen.

Genau das ist auch der Effekt nach dem Genuss dieser knackigen 11 1/2 Minuten progressives Gitarrengewitter zwischen Alternative Rock, Hardcore, Metal und was sonst noch so alles bei What? einfließt. Man merkt es Ingo (Gesang), Skotty (Gitarre), Schrör (Bass) und Marc (Drums) allemal an, dass die Jungs bandtechnisch bereits einiges auf dem Kerbholz haben und es jetzt so richtig wissen wollen. What? ist  eine gut geölte Rockmaschine mit reichlich Dampf und Druck hinter den Kolben und die Whateverism EP ein echter Glücksgriff für Leute, die von konventionellem Rockeinheitsbrei die Nase gestrichen voll haben.  Das Teil ist bei iTunes und Amazon zu erwerben, also ran an den Speck!

Jolly Roger Party (Djäzz, Duisburg)

26.06.09
22:00

Was: Jolly Roger – der beliebte Nighter im Djäzz mit Beatagentin Judith & der grausige Fund: 60s Soul, Ska, Punk, Garage, Modsounds, Powerpop!!!

Wo: Djäzz (Duisburg)

Wieviel: 4 Euro

Devilside Line-up komplett!

Das Line-Up des Devilside Festivals (Landschaftspark Duisburg, 28. Juni) ist komplett. Die letzte Bestätigung sind die Cross-Over Dinosaurier von Clawfinger. Naja, zumindest der Rest der auftretenden Bands lässt sich doch sehen: Motörhead, Soulfly, Sepultura, Misfits, Anthrax, The Bones, Bloodhound Gang, Millencolin, Sodom, Discipline, Cro-Mags, Hammerhead usw. Tickets für das eintägige Festival kosten weiter nur 39 Euro!!!

Postrock: We vs. Death (Steinbruch, Duisburg)

02.05.09
20:00

Was:„PostRock“ mit WE VS. DEATH (NL)  – “vielschichtige Melodien, Rhythmen und Sounds: einzige Konzert in NRW”

www.wevsdeath.nl
www.myspace.com/wevsdeath

Ab 23 Uhr dann wieder Alles ist Pop – Party!!!

Wo: Steinbruch (Duisburg)

Wieviel: 4€ VVK // 6€ AK

The Bishops: And The Beat Goes On…

the_bishopsDie 60er waren ohne Zweifel eine enorm stilprägende Dekade, in musikalischer als auch in modischer Hinsicht. Alle paar Jahre werden Revivals ausgerufen und abgefeiert, was schon recht paradox anmutet, denn weg waren sie nie, die Swinging Sixties. The Bishops aus London gehören zu den zahlreichen Freunden dieses Jahrzehnts und spielen seit 2004 ihrer Version von britischer Beat Musik. Altbacken klingen die drei Engländer sicher nicht, sondern ziemlich frisch, wofür ihr neues Album For Now Pate steht. Damit wird die Marschroute der Band sogleich im Albumtitel evident: Lebensgefühl und Sound der 60er funktonieren auch anno 2009 noch ganz hervorragend. Read more »