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Clickclickdecker: Neue Band namens Ludger

Schon die neue Band von Clickclickdecker gehört? Einfach nicht ausgelastet, der Mann. Mit an Bord bei Ludger sind zudem Musiker von Peters, Juri Gagarin und Herrenmagazin. Wie das klingt? File under Punk. Ludger veröffentlichen “bald” mit “Auf Eis” ein erstes akustisches Lebenszeichen und zwar auf MC. Alter Schule, Digger!

Bratze: Korrektur Nach Unten

korrektur-nach-untenDa sind sie wieder und das ist auch knut so. Keine Angst, hier fliegen nicht die Tannenbäume, sondern dem gierenden Endverbraucher 10 neue unbekannte Flugobjekte um die Ohren, die eine grelle Leuchtspur am Electropunk-Horizont hinterlassen. Bratze brennen ihre Trademarks tief ins Wabbelgewebe namens Hirn ein und übertreffen das hervorragende Debüt “Kraft” noch an Kesseldruck und glorifizierter Verspultheit. Straight auf die Zwölf Beats aus Renates Manufaktur und Clickclick-Texte, die wie schon auf dem Vorgänger zwischen Persönlichem, Nonsens und Diskurs im Dreieck springen und im Club den Reich-Ranicki tanzen: Musik und Lyrik im bratze’schen Circle Pit also. Wenn dann noch ein knackiger Albumtitel wie “Korrektur Nach Unten” mit einem ansprechenden Artwork korrespondiert, muss 2010 wohl nach chinesischem Kalender ein Bratze-Jahr sein. Oder sollte es.

Track by Track, ch-ch-check:”Die auswendigen Muster” poltert als Opener erstmal gar nicht mit Radau an die Pforte, sondern erweist sich als gitarrenlastig subtil, präsentiert sich in verrauchtem Ambiente und als melodischer Überraschungsohrwurm. “Menschen im Minus” sorgt dann für ähnliche Ganzkörpervibration wie “Keule” von der “Waffe”- Single…aus ihren Augen säuft der Teufel.Großartig. Die  Vorabauskopplung “Ohne das ist es nur noch laut” hat den schwarzen Gürtel im Dancefloor Kung Fu und macht davon eindrucksvoll Gebrauch und das lyrische Beat ‘em’ Up verlangt gerade danach, auf dem nächsten Konzert leidenschaftlich mitgegrölt zu werden. “Ich und die Geister” ist das neue “Der Atem des Phoenix” in der windschnittigen Ausführung inklusive Spannungsbogen und einem Kevin Hamann in Bestform.Verdammter Hit.

Nach dem Steigerungsprinzip konzipiert, sinkt das Niveau im Albumverlauf keinesfalls ab. “Trapez” ist eine wortgewaltige, ambivalent zu deutende Stadt-Hommage der beiden Hamburger, die autonomen Gebietsanspruch für alle erhebt. Nicht nur auf die Hansestadt bezogen. Ira Atari hilft bei “Mnchn, Schon wieder dunkel” und die geglückte chemische Verbindung im exzessiven Feldversuch gibt den Laboranten allemal recht. “Dazu kann man gut klatschen” bollert und pluckert instrumental, bevor das vom Doin’ Our Thing-Sampler bekannte “Pelikan” ebenfalls filigran die Schädelsäge ansetzt. Nachdem gelungen Aufflexen des Kopfes legt “Das einfache Fluten” einen Glückskeks mit eindeutiger Botschaft an die Stelle der entfernten Materie. Vorsicht Fußballmetapher: Toller Befreiungsschlag, eiskalt eingenetzt, dann schon der Schlusspfiff (“Molfsee”). Norman und Kevin, die alten Tausendsassa. Oh, wie ist das schön…danke, bitte und jetzt  nochmal!

Muff Potter spielen Clickclickdecker/ Letzte Töne

muff-ripNoch eine Woche und dann ist Schluss, dann sind sie fort und das wohl für immer, immer. Muff Potter haben den größten Teil ihrer Abschiedstour bereits hinter sich gebracht und nur noch 5 Konzerte vor der Brust, wobei der letzte Auftritt, das Heimspiel in Münster am 12. Dezember, definitiv den tränenreichen Höhepunkt des Abschieds auf Raten darstellen wird. In den letzten Wochen standen Nagel, Brami, Dennis und Shredder mit den alten Weggefährten Hot Water Music auf der Bühne und auch bei den letzten Shows wird Chris Wollard (Hot Water Music/ The Draft) mit seinem Soloprojekt zum musikalischen Kondolieren parat stehen.

Angesichts der verständlicherweise aufkeimenden Wehmut, haben Muff Potter mit Stammproduzent Nikolai Pothoff den Song “Auf Wiedersehen”, ein Cover der einstigen Vorbilder EA80, im Oktober eingespielt. Die limitierte 7″ Single ist wohl ausschließlich bei den verbleibenden Shows zu erstehen (Auf der Flip “23 Gleise später”), was ein Grund mehr ist, den Jungs die letzte Ehre zu erweisen, vorausgesetzt die 1000 Singles sind nicht schon verkauft. Ansonsten bleibt einem nur der Stream des Songs im Myspace-Player der Band.

Bei all dem Lebewohl und Schlusssteingesetze gibt es aber auch ganz neue, ebenfalls Fremdtöne von den Potters zu hören. Beispielsweise spielte Nagel bei dem Konzert am 3.12. im Berliner Astra zum ersten Mal einen Song von Clickclickdecker. Der Muff Potter Sänger hat sich dabei für den CCD-Gassenhauer “Wer hat mir auf die Schuhe gekotzt” entschieden, was ja prinzipiell eine hervorragende Wahl ist. Wie gelungen die Performance war, lässt sich anhand des dokumentierten Bild-und-Ton-Materials überprüfen.Das Publikum fand’s gelungen, mir ist die Hamann’sche Originalversion wesentlich lieber. Bei den noch ausstehenden Konzerten wird es vermutlich auch noch mehr Cover und Raritäten zu hören geben, bis sich dann die vier semi-jungen Herren in den musikalischen Vorruhestand verabschieden.


ClickClickDecker (Druckluft, Oberhausen)

15.10.09
20:00

Was: “Songs aus der Sofaritze der neo-liberalen Abrwack-Gesellschaft, oder wie? Zwischen lo-fi und guter Produktion, zwischen Schlafzimmer und Studio trägt ClickClickDecker seine Umzugskartons umher. Und was für ein buntes Sammelsurium der Kevin da mit sich herumschleppt. Spielzeugautos mit abblätternder Farbe, Polaroids aus vergangenen Tagen, Notizblätter mit liebenswürdigen Kritzeleien, Reiseführer zur Innenschau, Betriebsanleitungen für morgen und ein Sixpack Zuversicht.  Manchmal kann man gar nicht so recht erklären, warum eine Platte eigentlich funktioniert. Der neue ClickClickDecker-Longplayer braucht den zweiten und dritten Durchlauf, doch dann greift er, der Automatismus.” Komplettes Review hier!

Wo: Druckluft – Halle (Oberhausen)

Wieviel: 10 Euro

ClickClickDecker: Den Umständen entsprechend

Songs aus der Sofaritze der neo-liberalen Abrwack-Gesellschaft, oder wie? Zwischen lo-fi und guter Produktion, zwischen Schlafzimmer und Studio trägt ClickClickDecker seine Umzugskartons umher. Und was für ein buntes Sammelsurium der Kevin da mit sich herumschleppt. Spielzeugautos mit abblätternder Farbe, Polaroids aus vergangenen Tagen, Notizblätter mit liebenswürdigen Kritzeleien, Reiseführer zur Innenschau, Betriebsanleitungen für morgen und ein Sixpack Zuversicht.  Manchmal kann man gar nicht so recht erklären, warum eine Platte eigentlich funktioniert. Der neue ClickClickDecker-Longplayer braucht den zweiten und dritten Durchlauf, doch dann greift er, der Automatismus.

Zu Beginn verwirrt die doch recht glatt geratene Produktion, waren doch in der Vergangenheit die Aufnahmen mit all ihren Ecken und Kanten ein so großer Sympathiefaktor. Apropros Sympathie. Es dauert nicht lange, bis man begreift, dass sich bei ClickClickDecker gar nicht so viel geändert hat, doch die großen Hits, neue Anwärter für das imaginäre Lieblingsmixtape springen einem nicht sofort in die Brusttasche. “Ich habe keine Angst vor…” und “Nichts für Ungut” hatten aber auch eine ganze Menge davon, also einfach mal tiefer graben und siehe da…Bingo! Der besagte Überhit mit integrativer Wirkung heißt diesmal nicht “Wer hat mir auf die Schuhe gekotzt”, “Wer erklärt mir…” oder “Der ganze halbe Liter”, sondern eben “Den Umständen entsprechend”. In Fußball-Plattitüden heißt es meist pseudo-bescheiden “Die Mannschaft ist der Star”, aber hier ist das sehr homogene Album eben wirklich der Leistungsträger.

Beim Versuch einzelne Lieder hervorzuheben, tue ich mich immer noch schwer. Jedoch nicht, weil nichts hängen bleibe würde, sondern weil die Lieder sich nichts nehmen. Die Atmosphäre des Albums ist so wunderbar unaufgeregt und die Songs greifen schon sehr gekonnt ineinander. “Der Dialog mit dem Tölpel” ist beispielsweise so eine gute Tasse Tee an einem kalten Wintertag. “Wenn Ethna wieder spuckt” scheint der gute Zwilling von Pathos zu sein und “Händedruck am Wendepunkt” hat die Qualitäten eines Uptempo-Weakerthans Songs.  “Einbahnstraße” sprudelt so vor sich hin und die Single “Es fängt an wie es aufgehört hat” reibt sich an den Synapsen bis die Funken sprühen. Nur gut, dass der erste Eindruck nicht immer uneinreißbare Mauern auftürmt, denn dann wäre mir ein in sich geschlossenes und sehr gelungenes Album durch die Lappen gegangen. Es ist wie mit guten Freunden: auf  ClickClickDecker ist verlass und das gilt auch für 2009.

Album-Rundumschlag: Glasvegas, ClickClickDecker, The Rifles

Freitag ist Feiertag. Die Koinzidenz der Plattenveröffentlichungen am 30. Januar kann den Geldbeutel schon nachhaltig belasten. Zum einen erscheint endlich das Glasvegas Album auch in Deutschland, welches Großbritannien schon seit Monaten zu begeistern weiß. Dann wäre da das neue ClickClickDecker Album “Den Umständen entsprechend”, dass ebenfalls sehnsüchtig erwartet wird. Das Alles ist Pop – Interview mit Kevin hat den Appetit ja nochmal gehörig angefacht. Außerdem erscheint das zweite Album der unterhaltsamen Britpopper The Rifles namens “Great Escape”. Hoffentlich kann dieses ähnlich begeistern wie der Vorgänger “No Love Lost”. Weitere Veröffentlichungen: 2 (!!!) neue Alben von Omar Rodriguez-Lopez, Montag, Doreen Shaffer, Klez.e etc.

Interview: ClickClickDecker

Das Jahr 2008 ist langsam auf der Zielgeraden eingebogen und das bedeutet: Gar nicht mehr lange bis zur Veröffentlichung des neuen ClickClickDecker Albums “Den Umständen entsprechend” im kommenden Januar. Wir berichteten bereits. Ein erster Vorbote ist die Download-Single “Es fäng an wie es aufgehört hat”, die ab dem 12. Dezember zu haben ist. Erfreulicherweise war Kevin a.k.a. Click bereit, Jan von Alles ist Pop ein paar Fragen zu beantworten. Read more »

ClickClickDecker: Album ist fertig (VÖ 30.01.09)

Im Juli ließ Kevin Hamann a.k.a. ClickClickDecker kurz und knapp verlauten: “Neues Album im Januar 09″. Nun neigt sich das Jahr langsam aber sicher dem Ende zu und damit rückt der angepeilte Veröffentlichungstermin immer näher. Heute gab es dann endlich die Informationsvollbedienung: Die neue Platte hört auf den Namen ‘Den Umständen entsprechend’ und erscheint Ende Januar des kommenden Jahres. Die erste Single, ‘Es fängt an wie es aufgehört hat’ ist bereits ab Dezember via Download erhältlich. Read more »

Audiolith – Die Single Offensive: Olli Schulz, Bratze und co.

Ich persönlich weiß das Format Single sehr zu schätzen und dem sympathischen Hamburger Label Audiolith Records geht es offensichtlich genauso. Die Veröffentlichungspolitik spricht, was diese Vermutung anbelangt, jedenfalls eine eindeutige Sprache und so beschert uns Audiolith eine ganze Welle an Veröffentlichungen im Kleinformat, die es in sich haben. Bekannte Protagonisten hierbei sind Olli Schulz und der Hund Marie und Bratze, wobei andere Singles von The Dance Inc. (siehe Popcast) und Plemo/Rampue nicht unterschlagen werden sollen.

Olli Schulz und der Hund Marie – Ausflug mit Razzia

Wer Olli Schulz kennt, dem ist vermutlich auch bekannt, dass dieser oft und gerne von seiner Metal-Vergangenheit erzählt. Nun lässt er in der bewährten Kombination mit Max Martin cover.jpgSchröder (dem Hund Marie) den geneigten Hörer auch an seiner Vorliebe für alten Punk teilhaben: “Ausflug mit Razzia” ist eine Verneigung vor eben jener deutschsprachigen Punkband aus den 80er Jahren und erschien als 7″ Vinyl Single beim Label Audiolith. Auf der MySpace-Seite steht mit “Sentimentaler Zusammenbruch” ein Track im Stream bereit und vermittelt einen Eindruck, was Schulz und Schröder mehr als 20 Jahre nach ihrem Erscheinen aus den schrammeligen Punk Stücken gemacht haben.

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Bratze im Pretty Vacant

29.05.08
21:00

Was: Bratze Großangriff auf Düsseldorf. Das mächtige Trash-Elektro-Duo hat seine neue 7″ im Gepäck und ihr formidables Album “Kraft” ohnehin. Hingehen und Abspacken. Ehrensache!!!

Wo: Pretty Vacant (Düsseldorf)

Wieviel: 10 Euro