Wenn man so offensichtlich nur eine Richtung, nämlich aufwärts kennt, stößt man rasch auf Skepsis und Missgunst. Dass My Glorious diesen Weg mit einer Extra-Portion Selbtsvertrauen begehen möchten,
zeichnet sich bereits durch Stimmigkeit von catchy Albumtitel und einprägsamen Artwork ab. Wenn dann noch die Musik des Tonträgers den geweckten Erwartungen gerecht wird, ist nicht nur Startrampe, sondern auch die Rakete vorhanden und dem Countdown folgt… die große Ernüchterung? Auf keinen Fall, auch wenn das Trio aus Österreich gar nicht so sehr nach Garagenrock klingt, wie der Beipackzettel zu suggerieren versucht. Passender ist schon die ebenfalls dort zu findende Verortung zwischen Foo Fighters und Coldplay, wobei eine Erweiterung des Namedroppings um Kings of Leon der Band aus Wien auch ganz gut zu Gesicht stehen würde. Die meisten Stücke auf “Home Is Where The Heart Breaks” sind im Midtempo-Bereich angelegt und bewegen sich mit expressiver Selbstsicherheit zwischen Melancholie, Schwermut und vertonter Trotzigkeit.
Der aus dem United Kingdom stammende Sänger und Gitarrist Samuel Fischer hält mit seinem markanten Stimmorgan die Songs in der Balance und figuriert als Dreh- und Angelpunkt des Albumgeschehens. Stücke wie “You Should Be Dancing” haben sich in der Ohrwurm-Marinade schön voll gesaugt, bevor sie von dem Trio gemeinsam kross gebraten werden. Bei dem wunderbaren “Blur Horizon” drängt sich eine Audioslave-Assoziation auf, was hier im Kontext keinesfalls negativ zu deuten ist. “Break My Heart” geht angenehm nach vorne, was man sich auf Albumlänge öfters wünschen würde, denn gerade hier scheinen Bandstärken zu finden zu sein. Ambitionierte, sich an die 7 Minuten Grenze orientierende Stücke wie “Under The Water” tauchen entweder ab oder wagen wie “Use Me” gleich die Arschbombe vom Zehn-Meter-Brett. Letztgenanntes ist in der Tat wirklich remarkable. “Atmosphere” versucht sich ebenfalls recht gelungen am Stimmungsspagat und alles in allem dürfte die Schnittmenge zwischen Alternative-Rock und Pop-Appeal bei einem breit angelegten Publikum gut ankommen. Mein Fall ist das nicht zu 100 Prozent, aber die Qualität des Dargebotenen ist schon beachtlich, so dass für die Band in Zukunft noch was gehen dürften. Destination oben!



“I swear to god, I heard the earth inhale, moments before it spat its rain down on me.” Boom. Die 

