3. Februar 2010, von jan in Band-Vorstellungen, Konzerte
Oft ist es lediglich eine Akkumulation von Zufällen, die dazu führt, dass ein begabter Künstler Zuspruch und Bekanntheit erlangt. Im Falle von David Bazan hat dieser nicht kalkulierbare Mechanismus nur bedingt funktioniert. Von 2000 bis 2004 hat Bazan mit Pedro The Lion eine wunderbare Albumtrilogie via Jade Tree veröffentlicht, doch außer einer eingeschworenen und restlose [...]
30. Januar 2010, von jan in Alben
Da war er hin, hin, hin, der ganze schöne Zinnober, um Platz zu machen für explizite Janusköpfigkeit, für eine Gefühlschimäre, die laut glucksend mit trüb-grauer Schwermut um sich wirft, wütend aufstampft und anschließend Freudentänze veranstaltet, wenn sie denn getroffen hat. Los Campesinos! haben die ganz große Zappeligkeit hinter sich gelassen und sich dennoch ihre Leichtigkeit [...]
28. Januar 2010, von jan in Alben
Merkwürdige Kontingenz: erst versucht sich Martha Wainwright in durchaus gelunger Manier an Songs von Edith Piaf und jetzt zollt Dirk Darmstaedter dem Oeuvre Robert Allen Zimmermanns Tribut. Auf Albumlänge. Bob! Erster Assoziation, sowohl bei dem einen als auch bei dem anderen Coveralbum: Gewagtes Unternehmen. Um es auf den Punkt zu bringen, lässt sich wohl ohne [...]
22. Januar 2010, von jan in Band-Vorstellungen, Der dreckige Rest, Konzerte
Grenzen überwinden, Mauern einreißen, Postrock remixen! Gerade die Unberechenbarkeit der postpostmodernen Welt ist doch immer wieder faszinierend. Im Falle von Aeronautix steht daher ein konzeptuell interessantes Release ins Haus. Im Frühjahr 2009 veröffentlichten das Moerser Trio eine 5 Songs starke EP namens “Eartheption”, die dank ausufernder Klangwelten (z.B. “Picture Of A Fallen Bird”) der Space-Affinitität [...]
20. Januar 2010, von jan in Band-Vorstellungen, Der dreckige Rest
Der Mann mit dem so klangvollen wie amüsanten Namen ist das, was die Boulevardjournaille wohl eine lebende Legende nennen würde, auch wenn diese Walter Schreifels gar nicht kennt. Der gebürtige New Yorker und jetzige Wahl-Berliner hat beispielsweise in zwei der einflussreichsten Hardcore Bands der 80er Jahre, bei Youth of Today und Gorilla Biscuits, mitgewirkt und [...]
17. Januar 2010, von jan in Band-Vorstellungen, Der dreckige Rest
Ein allegorischer Tritt in den Hintern der umsichgreifenden Lethargie gefällig? Befindlichkeitsfixierung und ein aufgeräumter Blick für die Umwelt müssen sich nicht kategorisch ausschließen, vor allem wenn die Synthese in Songs aus dem Alltag für den Alltag münden. Die Band dellplatz bringt in ihren Songs Denke und Fingerkuppensensibilität auf einen gemeinsamen Nenner und beweist, dass man [...]
3. Januar 2010, von jan in Band-Vorstellungen, Der dreckige Rest
Die staubaufwirbelnden Tausendsassa aus London sind zurück und das dürfte ein erstes Ausrufezeichen in Sachen anspruchsvoller Synthpop in 2010 sein. Prädikat: für Fortgeschrittene. Wenn man den Namen Hot Chip ausspricht, so erzeugt dies in Erinnerung an die letzten beiden großen Würfe The Warning und Made in Dark für gehöriges, hoffnungsbehaftetes Ohrengeklingel und das, obwohl jenes [...]
30. Dezember 2009, von jan in Alben, Band-Vorstellungen
Beim Indiepop-Topfschlagen 2008 hatte eigentlich niemand die New Yorker Band, deren Name eher auf Gothic Rock oder Emocore schließen ließe, auf dem pseudo- prophetischen Wettzettel und doch haben Vampire Weekend die kakaohaltigen Süßwaren bei Kritikern und Publikum abgesahnt. Angesichts der eingängigen, aber eben auch stark eigenwilligen Kompositionen verwunderte es schon, dass der [...]
17. Dezember 2009, von jan in Der dreckige Rest
Wen interessieren denn heute noch Musikvideos? Hat dieses Medium nicht langsam ausgedient und was kommt danach? Und wird dann alles besser? Bis jemand diese Fragen zufriedenstellend beantwortet hat, kann man sich ja einfach noch eine Weile an den Musik visualisierenden Kleinwerken erfreuen. Zu der diesmalig subjektiv ausgewählten Zusammenstellung gehört das neue Editors Video zur zweiten [...]
14. Dezember 2009, von jan in Alben
Eigentlich ist es ein Sakrileg, einen Beitrag zu diesem modernen Klassikeralbum mit einem platten Sprichwort zu eröffnen, but here it comes: Gut Ding will Weile haben! Zum ersten Mal überhaupt erscheint bald (18.12.) das 2005er Durchbruch-Album Black Sheep Boy von Okkervil River samt der, wie der Titel schon sagt, nachträglichen Appendix-EP nebst einem zusätzlichen Bonus-Song [...]