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Interview: Findus

findus-coverMit “straight unter die Rippen” kann man die Stoßrichtung des zwischen Indierock, Pop und Punk zu verortenden Sound der norddeutschen Band Findus beschreiben, der dennoch kaum in eine der musikalischen Schubladen passen will. Eigentlich war das Interview mit den sympathischen Neu-Hamburgern schon länger geplant, doch irgendwie ist das Vorhaben in den unendlichen Weiten des WorldWideWebs zeitweilig verschollen gegangen.

Nichtsdestotrotz und in aller Ausführlichkeit hat Sänger Lüam meine Fragen zur Wahlheimat Hamburg, zu bekannten Unterstützern und befreundeten Bands, zu seinen Texten, zur Selbstverwaltung als Band, Product Placement in Rockmusik und den bandeigenen Zukunftsplänen beantwortet. Ansonsten sei darauf hingewiesen, dass die Nordlichter bis Jahresende noch fleißig am Touren sind, u.a. mit Turbostaat und Escapado. Aber nun auf zum verschollenen Interview…

AiP: Interessant bei der Entstehung eures ersten Albums „Sansibar“ ist die Mischung aus „wir machen das jetzt allein“ und relativ bekannten Unterstützern: Thees Uhlmann/GHvC, Audiolith, etc. Erzähl doch mal! Ein Glücksfall in Zeiten, in denen es den Rundum-glücklich-Plattendeal ohnehin nicht mehr gibt?

L: Ja, das hat sich bei uns sehr gut entwickelt. Wir haben uns zusammen mit Freunden dazu entschieden, das Album selbst zu veröffentlichen. Dabei war uns allerdings noch nicht klar, wie das genau laufen kann und ob wir das überhaupt hinkriegen. Ohne viel Geld und ohne Namen. Dann haben wir uns einfach umgehört und das geht in Hamburg eigentlich recht gut. Wir wurden durch verschiedenste Leute auf ganz unterschiedliche Arten unterstützt. Zum einen tat die direkte Unterstützung sehr gut, ohne die wäre es auch so nicht möglich gewesen und zum anderen tat es auch einfach gut, dass wir in unserem Anliegen ernst genommen wurden. Dadurch entwickelte sich bei uns auch erst diese Sicherheit, das Gefühl auf dem richtigen Weg zu sein.

 

Ich finde, eure Musik ist relativ ambivalent. Einerseits funktioniert vieles als Partysoundtrack und hebt die Stimmung, andererseits gibt es nachdenkliche, melancholische, wütende Momente. Widerspruch oder ganz natürlich aus deiner Sicht?

Ja, für mich ist das eigentlich kein Widerspruch. Wir haben uns halt nicht hingesetzt und überlegt, was soll das für ein Album werden. Party? Melancholie? Wut? Da fließen halt alle Dinge zusammen. Wir erleben Sachen, die dann einfach mit in die Musik einfließen. Wir schreiben die Lieder und spielen sie zusammen. Mal wütend, mal traurig.

Wie hat der Umzug nach Hamburg den Bandalltag verändert, aber auch die Wahrnehmung eurer Band in der Öffentlichkeit? Gerade was deutschsprachigen Indierock anbelangt, ist die Hansestadt ja nicht gerade das schlechteste Pflaster…

Es hat sich auf jeden Fall einiges geändert, wobei ich das nicht genau definieren kann. Es ist nicht so, dass wir uns in diesem typischen Hamburger Szeneumfeld bewegen. Da sind wir eher außenvor, aber natürlich kriegen wir gewisse Dinge näher mit als früher auf dem Dorf. Aber wir sind jetzt in dem Sinne keine typische Hamburger Rockband, in der die Hälfte aller Mitglieder noch in irgendwelchen anderen Bands und Projekten rummacht. Außerdem liegt das Studio in Kiel und da entsteht halt auch immer noch sehr viel.

Was man aber auf jeden Fall beobachten kann, ist die Wahrnehmung unserer Band in anderen Städten. Wenn wir irgendwo hinkommen, dann wird da mit unserer neuen Herkunft geworben und ich glaube, die Leute denken dann, die kommen aus Hamburg, klingen nach Hamburg und das finden die oft geil. Seitdem wir alle in Hamburg wohnen, werden wir als Band ein Stück ernster genommen.

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Erzähl doch mal etwas über deine Texte. Was inspiriert dich beim Schreiben und wie läuft der Songwriting-Prozess bei euch ab? Bringst du fertige Texte mit in den Proberaum und haben die anderen Mitspracherecht?

Die meisten meiner Texte entstehen aus relativ alltäglichen Situationen. Vieles ist da einfach so Gefühlsbrei, den ich versuche, durch mein Geschriebenes mir selbst und den anderen irgendwie nahezubringen. Wobei ich mir da eigentlich nicht so meine Gedanken mache. Die Texte kommen und ich schreibe sie auf. Ich verfolge damit selten konkrete Ziele. Es gibt Tage, da schreibe ich viele Texte und dann gibt es auch wieder Zeiten, in denen geht nichts. Ich weiß auch nicht, ob ich besonders gut im Texten bin. Ich mache es einfach.

Wie wichtig ist das Motiv „Aufbruch“ für dich? In den Texten auf „Sansibar“ ist schließlich stets eine gewisse Ruhelosigkeit und ein präsentes Fernweh zu spüren.

Aufbruch ist mir schon wichtig. Ich verstehe Aufbruch allerdings etwas anders, nicht unbedingt als Wegkommen oder Abhauen, sondern als Weitermachen. Kein Stillstand. Mauern einreißen. Ich frage mich halt oft, ob es nicht besser ist, einmal mehr etwas Altes, Bequemes, vielleicht auch Schönes aufzubrechen, als irgendwann irgendwo zu stehen und zu merken, dass man satt und bequem ist. Gerade im Zusammenhang mit Musik und Kunst stelle ich mir diese Frage sehr oft, und außerdem sind fast alle Lieder der Sansibar auf dem Dorf, am Meer entstanden. Und ich glaube, da bleibt das nicht aus. Ist schon oft langweilig gewesen in der Gegend, in der Sansibar entstanden ist.

Habt ihr manchmal den Eindruck, dass ihr musikalisch zwischen den oft zitierten Stühlen sitzt: für das punk-affine Publikum zu pop-orientiert, was Eingängigkeit etc. anbelangt, und für den Typus der vermeintlich oberflächlichen „Indie“-Kids wieder zu rauh und unbequem?

Ja, das kriegen wir sehr oft mit, gerade jetzt auf den letzten Touren. Die Leute wissen immer nicht so recht, wo und wie sie uns einordnen sollen. Oder auch bei unseren letzten Supportsachen. Viele fanden es komisch oder sogar scheiße, dass wir eine Band wie Against Me! supporten dürfen, obwohl wir doch gar keine Punkband sind. Nach dem Konzert fanden die es dann doch irgendwie geil. Wir machen uns da aber nicht so den Kopf. ich finde es sogar ganz geil – wir können machen was wir wollen!

Ihr scheint guten Kontakt zu Bands wie Turbostaat oder auch Smoke Blow zu unterhalten, obwohl Findus zu diesen nur bedingt musikalisch passt. Würdest du sagen, es gibt szenetechnisch größeren Zusammenhalt bei euch im Norden oder ist das Schlüsselwort alleine „Sympathie“?

findus-3Ich weiß gar nicht so richtig, wie es im einzelnen dazu gekommen ist, dass wir mit diesen Bands befreundet sind. Bei Smoke Blow ist es halt einfach Björn, der Bassist, unser sechster Mann. Mit ihm haben wir unsere Platte produziert. Er steht uns immer zur Seite. Und bei Turbostaat hat sich das einfach mit der Zeit entwickelt, aber ich glaube, dass hat gar nicht so viel mit der Region zu tun. Ich glaube einfach, dass gerade diese beiden Bands noch sehr interessiert sind an dieser Kultur, und ich weiß nicht, ob das auch so wäre, wenn sie in Hamburg, Köln oder Berlin leben würden. Da gibt es dann auch einfach zu viele Bands und natürlich spielt auch die Sympathie eine Rolle.

Bei eurem Konzert zuletzt in Duisburg ist mir ein ziemlich gelungener, neuer Song aufgefallen oder irre ich mich da? Wie sieht es mit zukünftigen Veröffentlichungen aus? Steht was an? Eine schicke 7“-Single würde euch gut zu Gesicht stehen! :)

Ja, da sagst du was. Wir sind gerade fleißigst dabei, neue Lieder zu machen und werden dieses Jahr noch ins Studio gehen. Wann und was es neues gibt, bleibt abzuwarten.

Würdet ihr denn zukünftig wieder eine Platte im Alleingang, also auch mit dem verbundenen finanziellen Risiko, in Angriff nehmen oder darf es jetzt auch gerne ein reguläres Label sein? Welche Rolle spielt dabei der Wille zur Autonomie?

Ja, wir würden es auf jeden Fall wieder machen, nur kriegen wir nun auch ganz gute Angebote aus diversen Richtungen und die schauen wir uns schon auch interessiert an. Es ist uns allerdings sehr wichtig, dass alle Entscheidungen von uns getroffen werden. Mal sehen…

Wie stehst du zu der zunehmenden Digitalisierung von Musik? Findus setzten offensichtlich auf das Gesamtpaket des analogen Tonträgers, bei der Musik nicht nur zum schnell konsumierbaren Produkt degradiert wird. Andererseit birgt dieser Trend schließlich auch Chancen für Bands, um sich eigenständig im Netz zu präsentieren.

Ich finde es einfach wichtig, dass man als Band seine eigene Vorstellung, seine eigenen Ideen umsetzt. Mir selbst ist es einfach wichtig, die Musik auch schön zu verpacken. Für mich haben irgendwelche Lieder auf meinem MP3-Player einfach keinen richtigen Wert, aber dass muss jede Band selbst wissen. Uns ist es nur wichtig, dass wir genau diese Entscheidung selsbt treffen können. Cd? Vinyl? Booklet? Poster? Der ganze Quatsch soll von uns kommen.

Ihr habt 2009 beim Red Bull Tourbus mitgemacht. Gab es bandintern Diskussionen, ob man sich unter die Flagge besagten Großkonzerns präsentieren soll? Gerade die kommerzielle Vermarktung von jungen Bands (auch bei der Jägermeister Rockliga) mutet doch zweischneidig an oder? Stichwort „Ideale“?

Es gab in diesem Red Bull Fall keine Diskussionen, da wir davon selbst erst erfahren haben, als wir da schon drin waren. Ein Freund wollte uns was Gutes tun und hat uns da angemeldet. Grundsätzlich finde ich dieses Band-Firmen-Gekuschel nervig. Ich finde dadurch geht einfach ganz viel verloren. Es verliert an Persönlichkeit, wenn immer überall ein Großkonzern dahintersteht.

Was wünscht du dir persönlich für Findus und wie geht es weiter? Anfang vs. Ende… ;-)

Ich wünsche mir, dass es immer weiter geht. Wir ziehen jetzt in einen neuen Proberaum, wir schreiben neue Lieder und wir werden Konzerte spielen – immer weiter!

 

 

 

 

Interview + EP-Review: Popular Damage

popular_damage_the_royal_fly_ep_coverfrontDie Blog-Community hatte die richtige Spürnase und der Electropop-Adel hat ihnen bereits lobend die Hände aufgelegt. Popular Damage rechtfertigen diese aristokratische Würdigung nun mit der hit-gespickten “The Royal Fly” EP, auf der tanzbare Beats, eingängige Melodien und gelungene female Vocals symbiotisch ihre Wirkung entfalten. Der Knallersong “Everybody Got Young”, der in Kennerkreisen schon hinlänglich durch den angedeuteten Blog-Hype bekannt sein dürfte, findet auf der EP gleich in dreifacher Ausführung Platz und man hat die äußerst knifflige Qual der Wahl, welche Version einem jetzt am meisten die Schuhe auszieht. Der “Everybody Got Young (Double Dragon Remix) Radio Edit” geht als Opener auch wirklich als erster durchs Ziel, aber knapp war es. Die ebenfalls vertretene Original-Version folgt auf dem Fuße und der (Fukkk Offf Remix) kommt schnaufend hinterher getrampelt, ist aber eigentlich der heimliche Meister der Herzen, weil smells like ausgelassenes Club-Gehopse vom Feinsten. “Easy Money” ist ebenfalls im Doppelpack am Start und auch hier ist es der heftigere (Beatshaker & Blender Remix), der subjektiv die filigranere, ursprüngliche Version aussticht, aber auf diesem Qualitätslevel kann man ohnehin beide Tracks nur begrüßen.

Hand aufs Herz, das Duo, bestehend aus der aus Manchester stammenden Nadine Raihani und dem Berliner Stephan Hengst, gehört wirklich in die Champions League der Electropop Artists und so ist es kaum verwunderlich, dass der Promo-Text Namen wie Digitalism, Zoot Woman, Yeah Yeah Yeahs oder Daft Punk aufweist. Popular Damage haben jedenfalls die richtigen Formeln im Beat-Labor kombiniert und dabei kommen dann so gelungene Pop-Collagen wie “Savvy in Newby” heraus, das mit hypnotischer Wirkung nicht gerade geizt, das das Ohrwurm-Barometer ausschlagen lässt. Ebenfalls mehr radio- als clubtauglich ist der letzte Song im Bunde “Exclusive”, der mit seinem umschmeichelnden Charme das Bullseye anvisiert und trifft. Nachfolgend ein Interview mit Stephan, sprich 50% Popular Damage, über die prominenten Kollegen, den Blog-Hype, musikalische Vorlieben und Zukunftspläne.

Am 11. Dezember erscheint eure neue EP The Royal Fly. Grund genug nach dem Anfang von Popular Damage zu fragen. Wie kam es zu PD und wenn ich nicht völlig irre, dann wart ihr nicht immer nur ein Duo oder?

Richtig, am Anfang waren wir zu dritt. Live sind wir jetzt immer noch zu dritt, wir haben immer einen Drummer dabei. Das rockt einfach mehr als nur aus der Dose.

Zwar wurde die EP noch gar nicht veröffentlicht, doch ganz vom A-Sagen=B-Sagen-Schema ausgehend: Gibt es Pläne für einen Longplayer oder wartet ihr erstmal das Feedback ab?

Beides so ein bisschen. Wir haben uns fest vorgenommen nächstes Jahr ein Album zu machen. Warten jetzt aber erst mal ab, was durch die EP passiert und welche neuen Chancen sich daraus ergeben.

Der Promotext zur EP spart nicht gerade beim Namedropping: „Digitalism lieben es, Stuart Price nickt zustimmend mit dem Kopf .“ Was ist denn da konkret dran und wie kam es zu den Kontakten? Schließlich gibt es ja auch Popular Damage Remixe von jeweils einem Zoot Woman und einem Digitalism Track…

Da ist an allem etwas dran. Wir haben für beide quasi aus Eigeninitiative Remixes gemacht und beide sind bei den Bands sehr gut angekommen. Auch für Miss Platnum und Tegan & Sara haben wir schon etwas gemacht. Wir haben auch schon wieder neue Sachen in der Pipelin, an den wir gerade basteln.

Ihr selbst habt in der Vergangenheit von einem Blogger-Hype in Sachen Popularität profitiert. Kann man das so sagen? Wie bewertepopular_damaget ihr die heutzutage gängigen Mechanismen im WWW? Zwischen Feiern und Verdammen liegt oft nur eine kurze Zeitspanne.

Alles geht super schnell im Netz, aber für hat sich das ja ausgezahlt. Wir konnten gerade zu Beginn ziemlich schnell einen relativ hohen Bekanntheitsgrad erreichen. Was auch daran lag, dass wir unsere Tracks am Anfang sobald wir etwas Neues hatten kostenlos ins Netz gestellt haben. Wir können und werden die Möglichkeiten des Webs aber weiterhin nutzen. Jetzt mit der neuen EP haben wir ja auch endlich wieder Grund dazu. Das geile an Blogs ist, dass man davon ausgehen kann, dass die Leute die über uns schreiben uns auch wirklich mögen. Wenn sich das dann weiter trägt, umso besser!

In den letzten 3 Jahren haben neben Simian Mobile Disco vor allem französische Acts (allen voran Justice) und Labels (Ed Banger und Kitsuné) in Sachen rockin’ Clubsounds für Furore gesorgt und dabei sogar das eher gitarren-affine Publikum angelockt. Wie habt ihr diese Entwicklung wahrgenommen und was haltet ihr von den französischen Kollegen?

Wir finden es super! Es gibt ja auch Leute aus Deutschland die so unterwegs sind, siehe Boys Noize oder Digitalism. Im Unterscheid zu denen allen sind aber spätestens live eine komplette Band. Da haben wir einfach mehr Lust drauf.

(anm.d.red.: beide mit geniale Debütalben, leider ist das zuletzt erschienene Boys Noize Album “Power” eher enttäuschend)

Ist Tanzbarkeit automatisch ein Kriterium in eurem Schaffensprozess, schließlich ist euer Sound geradezu ideal für den Clubbedarf? Seid ihr selbst passionierte Anhänger des „ausschweifenden“ Nachtlebens? ;-)

Yes. Bei uns geht es um Tanzen, Sound, Innovation und Pop.

Sind für euch Texte eher schmückendes Beiwerk oder ist der tatsächliche Sinngehalt eines Songs auch bedeutsam? Auf mit dem Nähkästchen…

NADINE?

Wie ist denn um eure musikalischen Tellerränder und Hörgewohnheiten bestellt? Was hört ihr daheim? Gerne auch unangenehme Eingeständnisse…

Nadine kommt eher aus dem Postrock und ich aus dem Britpop und war früher sogar etwas punkig unterwegs. Elektro machen wir beide erst, seit dem wir gemeinsam dieses Projekt haben. Einigen können wir uns eigentlich auf alles, was im Elekrobereich ordentlich auf die Fresse gibt und auf sehr gut gemachte Popsachen. Wo wir nicht mehr wirklich zusammen finden ist, wenn sie mit verkopfem Kram wie Shellac kommt oder ich mit cheesigen Dancetracks.

Habt ihr besondere Pläne und Wünsche für Popular Damage oder nehmt ihr alles wie es kommt? Man hat den Eindruck, dass das Musikbusiness immer unberechenbarer wird.

Wir wollen erst mal so weiter machen, hoffentlich im nächsten Jahr ein Album und dann schauen was sich ergibt. Wir machen so lange weiter, wie es sich entwickelt und nach vorne geht. Wenn wir in zwei Jahren zurückblicken und immer noch da stehen wo wir jetzt sind würden wir es wahrscheinlich sein lassen. L’art pour l’art machen wir definitiv nicht. Durch die aufbrechenden Strukturen im Musikbusiness hat man als Künstler wie wir viel mehr Möglichkeiten Dinge selbst in die Hand zu nehmen.

Danke und alles Gute!

Steeple Remove: Electric Suite – aurale Tranquillanzien

Faszinierender, zwischen diesseitig-griffig und leicht entrückt pendelnder Artpop, mit verträumten Melodien und dem gewissen Etwas. Die französische Bansteeple-removed Steeple Remove hat den Schlüssel, ergo das Besondere gefunden, welches ein gutes Ambient-Album zu einem sehr guten werden lässt. Electric Suite gelingt es, dem staubtrockenen Alltag 11 wunderbare Kompositionen entgegen zu halten, 11 aurale Tranquillanzien frei von Nebenwirkungen und (ent-)spannender als jede Thermalquelle.

Radio Kill Surfers” klingt irgendwie Bowie-esk, als wenn der Thin White Duke es nochmal wissen wollte und dabei wunderbarer, zeitgenössischer Artpop ans hart-grelle Licht der Welt gezerrt würde. Ähnlich beeindruckend mäandert sich “Yellow Loop” durch eine kleine Songwelt, in deren Zwielicht auch Air oder Kasabian gesichtet werden könnten. Andere Songs wie “Magnetosphere” oder “Do It Right” bestätigen den Eindruck, dass man es hier mit exzellentem Wohlfühlpop zu tun hat, der zuweilen ein wenig damit kokettiert, avantgardistisch zu sein. Steeple Remove gelingt es mit ihrem dritten Album, sich mittels effektiver Song-Widerhaken bereits beim ersten Durchgang dauerhaft im Geschmackszentrum des Hörers festzusetzen. Wie spannend Electric Suite eigentlich ist, offenbart sich beispielsweise anhand der Stimmungsamplitude zwischen “Images”, das in den 90ern Pulp auch gut zu Gesicht gestanden hätte, und dem sphärischen 6 Minuten Sedativum namens “Somerset Lights”. Auf ähnliche Weise gelingt es auch “Jeunesse Problematique” zu verzaubern, mit Klangteppich und vokalen Fetzen, die aus der Ferne an das wohlwollende Ohr drängen. Zum Abschluss des Albums zeigen die aus dem französischen Rouen stammenden Steeple Remove noch einmal, dass sie auch sehr wohl mit gefälligem Radiopop überzeugen könn(t)en, wobei auch dabei das Besondere im Gewöhnlichen nicht fehlen darf.

Interview: Audiolith – Doin’ Our Thing

Audiolith Records steht seit Jahren für gesäßtretende (elektronische) Musik ohne Grenzen, und da so Pi mal Daumen doinourthingdas fünzigste Release fällig war, sollte dies gebührend zelebriert werden. Da liegt es doch auf der Hand, eine Compilation zusammenzuschrauben, an der die gesamte Labelpossy beteiligt  ist. So ein richtig geniales Teil mit exklusivem Kram und ordentlich Value für die Moneten. Et voilà: Doin’ Our Thing. Anlässlich der Veröffentlichung hat Labelchef Lars a.k.a. Das Audiolith einige Fragen beantwortet und plaudert dabei ein wenig aus dem Nähkästchen in Bezug auf zukünftigen Output, denn die Erfolgsgeschichte Audiolith wird sicher fleißig weiter gestrickt. Weil der Sampler so ein dickes Ding geworden ist, folgt nach dem Inter- noch ein Review, und jetzt ab mit der Tür ins Haus.

Doin’ Our Thing – besser und kompakter hätte man die Labelphilosophie kaum zusammenfassen können und anlässlich des 50. Release hat Audiolith ein richtig üppiges Paket geschnürt. Was bekommt man denn für sein Geld?

Achtzehn exclusiv für diesen Sampler aufgenommen Lieder und eine DVD mit 27 Videos der letzten Jahre. Sozusagen einmal Rundumschlag. Status Quo 2009 bei Audiolith. Außerdem sind einige Kollaborationen zu hören wie zB. Frittenbude & Egotronic oder Der Tante Renate & M T Dancefloor.

Erfreulicherweise ist “Doin’ Our Thing” nicht einfach eine Retrospektive, sondern bietet viel Neues und Exklusives. Das schreit ja förmlich nach einem Haufen Arbeit und langer Vorlaufzeit!?

Im Moment sind die neuen Alben von Supershirt, Juri Gagarin, Bratze, Egotronic und Frittenbude in Vorbereitung für Herbst 2009 und Frühjahr 2010. Die Bands sind fast die ganze Zeit am produzieren, somit ging das alles recht easy über die Bühne.

So ganz eng ist die Zahl „50″ aber nicht zu sehen oder? ;-)

Nee, auf keinen Fall. Ist halb hundert und gut ist. Der Inhalt ist das Wichtigste.

Als Labelchef ist auf der Compilation wahrscheinlich nichts, was du nicht für gut befindest, aber was sind denn deine Highlights auf dem Sampler?

Ich find alle Tracks wirklich gelungen, klar, sonst würde ich das auch nicht rausbringen. Ich versteh mich nichts als klassischer A&R oder Produzent. Die Musiker liefern was ab, ich finds geil und bring es raus.

Welches Release war denn in der Vergangenheit für dich persönlich und für das Label am wertvollsten? Kann man das sagen?

Alle Releases sind wichtig. Der Gesamtoutput macht das Label zu dem, was es ist. Ein Pool guter Musik, die keinen Genregrenzen unterliegt.

Was kann man denn in näherer Zukunft an Audiolith-Veröffentlichungen erwarten? Kommt die neue Bratze-Bombe noch dieses Jahr?

Wie gesagt dieses Jahr noch Supershirt – 8000 Mark Album und das zweite Juri Gagarin Album. Nächstes Jahr kommen dann die neuen Alben von Bratze, Egotronic, Frittenbude und Saalschutz und bestimmt noch einige Sachen mehr. Checkt www.audiolith.net für Neuigkeiten.

Zum Abschluss noch eine spekulative Frage: Bekanntermaßen ist das Konzept von Audiolith ein sehr freundschaftliches. Gibt es trotzdem Bands/Künstler die du gerne auf Audiolith rausbringen würdest, dies aber nicht stemmbar bzw. unrealistisch ist?

Wir hier bei Audiolith hab uns darauf geeinigt unsere Bands die wir über die Jahre begleitet haben noch weiter aufzubauen und mehr Energie reinzupumpen. Ich bin nicht auf der Suche nach neuen Bands. Der Umfang ist wesentlich größer geworden mit unserem neuen Verlag, der Audiolith Booking Agentur, die Artur Schock in Berlin betreut. Außerdem arbeiten wir an einer neuen Tshirtreihe und einer Singlereihe. Es ist viel zu tun.

Danke und auf die nächsten 50. Veröffentlichungen!!!

Ich danke dir!

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Die CD + DVD Compilition “Doin’ Our Thing” brennt ein ziemliches Feuerwerk an Beats ab und ist zudem randvoll gepackt, ergo Qualität und Quantität reichen sich die Hände. Den Auftakt macht Knarf Rellöm X und der Songtitel zeugt von programmatischer Herangehensweise und assoziativer Etikettierung. “Der neue Beat (Für Audiolith)” ist dann auch typisch Knarf Rellöm: ein wenig schräg, ein wenig eigenwillig,  doch ein guter Einstieg in den Sampler, denn nach den knapp drei Minuten hat man Bock auf mehr. Es folgt die erste Kollaboration und zwar zwischen den alten Hasen Egotronic und der personifizierten Frischzellenkur Frittenbude. Berlin trifft auf Bayern und das Ergebnis “Die Schande” geht in die Vollen und pumpt mit mächtig Druck durch die Boxen. Keine Überraschung,  aber richtig gut! Ähnlich fies ballert der neue Bratze Track “Pelikan” vor sich hin. Wird Zeit, dass Kevin und Norman den zweiten Longplayer nachschieben. Rockt das neue Album wie der hier vertretene Song, dann wird das ganz großer Sport, aber Füße stillhalten – dauert noch! Ein neues Lebenszeichen gibt es auch von den Schweizer Technopunks Saalschutz in Form einer standesgemäßen neuen Hymne names “Der Widerspruch”: …volle Kraft in keine Richtung!

“Give Or Take” von Juri Gagarin kommt mit weiblichen Vocals daher und weiß zu gefallen, während ClickClickDecker mit dem wunderbaren “Durch die Bank” die Rakete in Sachen Geschwindigkeit ein wenig drosselt. Mit dem Hamann’schen Erfolgsrezept Gesang-Gitarre und überraschenden Beatzutaten – toller Song. Die Kooperation Basslaster & Ira Atari drückt dann wieder auf das Gaspedal, während The Dance Inc. ein melodisches Ausrufzeichen in dem ihren Stil abliefern. Dass Frittenbude die ganze Bude abfackeln, wundert niemand mehr: “Jung, abgefuckt, kaputt und glücklich”, der Pyromane des Samplers! Ein tiefes Clubmonster von einem Track steuert Krink mit “Hoax (Noise Remix)” dazu – well done! Supershirt haben mit “Nachtjacke” aus was feines am Start, wobei Ausfälle ohnehin mit der Lupe zu suchen sind. Man hat beinahe den Eindruck, die vertretenen Künstler hätten allesamt nur die Pralinen des Konfektsortiments bereitgestellt. Das letzte Highlight, wobei die im Review ausgesparten Tracks keineswegs zu verachten sind, ist das Feature Der Tante Renate und M T Dancefloor. “Full Force Funky Fresh” tanzt nochmal in der Asche und kloppt die letzten Ruinen in Grund und Boden. Heftiger Stoff, wie man es von den beiden Protagonisten erwarten durfte. Wer jetzt noch nicht genug hat, kann ja gleich noch die DVD ins geeignete Abspielgerät verfrachten und sich an den 27 Videos ergötzen. Dabei sind Perlen wie “Hightowers Herz” von Bratze, “Wer hat mir auf die Schuhe gekotzt” von ClickClickDecker, “Mindestens in 1000 Jahren” von Frittenbude, “Raven gegen Deutschland” von Egotronic, Olli Schulz und der Hund Maries “Kaiserwetter”, The Dance Inc. mit “Don’t run to the suburbs” und etlichen mehr. Die absolute Audiolith-Vollbedienung in jedem Fall!!!

Für lau gibt es übrigens noch das nicht auf dem Sampler vertretene Ultrnx vs. Ira Atari – “Doin’ our thing”. Hier der Link!

Interview: The Wedges

Die ganze Nacht auf den Beinen und trotzdem extrem ausgeschlafen – Tthe-wedgeshe Wedges stehen für einen rauhen Sound, dessen Zentrum man vielleicht als Britpop meets Indierock bezeichnen könnte, der sich aber oft als extrem wandelbar präsentiert. Da hierbei auch die vier altgedienten Buchstaben P, U, N, und  K durchaus ihre Berücksichtigung finden, sind die Songs von The Wedges eines nicht, nämlich weichgespült. Zeugnis dieses ungestümen Sounds à la Schleudergang ist auch die neueste Veröffentlichung der Band aus Mülheim, Düsseldorf und Oberhausen. Dabei könnte die dritte EP mit “Up All Night” keinen treffenderen Titel besitzen, denn The Wedges klingen eben wie eine durchzechte Nacht im Club, mit dem kleinen, aber feinen  Unterschied, dass der Kater ausbleibt.  Im Interview spricht die Band über die neue EP, Bandsponsoring, die Labellosigkeit und bietet zudem einen Blick in die eigene Kristallkugel.

Vor kurzem habt ihre eure dritte EP “Up All Night” rausgehauen. Wie würdet ihr die fünf neuen Songs beschreiben? Energetischen Rocksound britischer Prägung ist man ja von euch gewöhnt, doch Lieder wie “Music” oder “Yeti” wirken beinahe düster. Eine neue Facette?

Es kommt immer darauf an welche Stimmung gerade herrscht, wenn die Songs entstehen. Manchmal hört sich ein Lied, wenn es fertig ist, komplett anders an als die Grundidee am Anfang. „Yeti” und „Music” stammen beispielsweise aus den gleichen Sessions. Jetzt haben wir wieder ein paar neue Songs, die sich ziemlich anders anhören. Wir sagen nicht vor der Probe: „Kommt Jungs, heute sind wir mal düster, morgen dann aber Punk und übermorgen dann Bob Dylan”. Der Moment sagt uns was wir zu tun haben. Deswegen sind wir recht vielseitig.

Ich scheint euch ja auf die Veröffentlichungsform EP spezialisiert zu haben. Zuup-all-nightdem gibt es das neue Material wieder als Download für jeden Interessierten zum Nulltarif. Beides ganz bewusste Entscheidungen?

Alle Aufnahmen die wir bis jetzt gemacht haben sind Demos. Bei der „Action”-EP (2008) haben wir 3 Songs aufgenommen, auf der neuen „Up All Night” sind’s 5. Die haben wir dann auf ne CD gepackt und verteilt. Wer will, dass so viele Leute wie möglich seine Musik hört, sollte sie verteilen und auch im Internet frei zum Download anbieten. Wenn wir unser erstes richtiges Album rausbringen, werden wir das dann natürlich aber verkaufen.

U.a. habt ihr auch schon den Red Bull Tourbus bespielt oder auch an der VW Sound Foundation teilgenommen. Gab es dabei Zweifel, sich für eine gesponsorte Angelegenheit herzugeben oder habt ihr von Anfang an gesagt: “Das müssen wir machen!”?

Wir wollen die Chancen die wir kriegen nutzen. Wenn wir die Möglichkeit haben eine Deutschlandtour mit nem geilen Tourbus zu spielen, sagen wir natürlich nicht nein. Wenn man dann noch soviel Red Bull trinken kann wie man schafft (Man kann ja auch mixen ;) … Sehr geile Sache. Immer wieder. Musiksponsoring übernimmt ja immer mehr die Aufgaben der klassischen Labels. Deshalb hätten wir auch nichts dagegen von Adidas gesponsert zu werden, dann hätten wir viel mehr Schuhe.

Im September spielt ihr im Rahmen der FFT Kammerspiele in Düsseldorf. Wie kam es dazu und was kann man dabei erwarten. Klingt erstmal sehr interssant!

Wir wollten mal wieder in Düsseldorf auftreten und im Freitagsklub vom FFT war es bisher immer sehr cool, da haben wir mal angefragt. Im September spielen wir dort auf dem 3 Tage Rennen, einem Düsseldorfer Newcomerfestival. Wir werden möglicherweise einen der besten Gigs aller Zeiten spielen. Wer weiß das schon. Wir sind gespannt wie viel Leute kommen. Kommt alle dahin !!!

Als Band sind The Wedges ja ein richtiges Arbeitstier, sprich eine enorm fleissige Live-Band.
Welche Erlebnisse würdet ihr besonders hervorheben?

Das Kthe-wedges-2onzert zum Release der „Up All Night”-EP war sehr geil. Wir haben da noch mit drei befreundeten Bands gespielt und die Stimmung war echt gut. Mit Sugarplum Fairy hatten wir auch mal ein sehr sehr gutes Konzert in Bochum. Und natürlich die komplette Bustour im letzten Jahr. Wir haben immer Spaß auf der Bühne.

Ihr geht wie so viele Bands euren Weg ohne Label. Die meisten größeren Labels setzen ja eher auf sichere Pferde, statt großartig zu experementieren, und sämtliche Indie-Label habens zur Zeit schweren denn je. Welche Erfahrungen habt ihr mit der Label-Suche bisher erlebt und seid mit der Situation, so wie sie ist, vollends zufrieden?

Vollends zufrieden sind wir natürlich nicht. Wir wollen weiter kommen und irgendwann braucht man da auch ein Label oder zumindest ne Promotion und Booking Agentur. Wir brauchen aber auch jemanden, der uns was bringt. Leute, die kaum mehr Möglichkeiten haben, als wir selbst, bringen uns nicht wirklich weiter. Da behalten wir das Ruder lieber selbst in der Hand, auch wenn es dann vielleicht etwas langsamer vorwärts geht. Nur um sagen zu können: „Hey wir sind auf nem Label”, da haben wir nichts von.

Was kann man zukünftig von The Wedges erwarten? So von wegen Pläne, Asse und Ärmel oder nehmt ihr alles so wie es kommt?

Wir haben einige Asse im Ärmel: Etliche neue Songs, die teilweise schon live gespielt wurden, aber bestimmt auch bald wieder ein paar neue Aufnahmen. Wir werden auf jeden Fall weiter live unterwegs sein und nächstes Jahr einige Festivals anpeilen. Vielleicht finden wir ja auch ein gutes Label. Wir werden sehen. Vielleicht gründen wir aber auch ein Bowlingteam und trinken Bier aus Gießkannen.

Vielen Dank für das Interview und bis bald!!!

The Wedges – Up All Night EP als Free Download: hier!

The Bishops: Konzertbericht und Interview

Der Name Bishop wird vielseitig genutzt. So ist es nicht nur die englische Bezeichnung für – klar – einen Bischof sondern auch den Läufer im Schach, der Name eines Panzer sowie UK Slang für Cannabis als auch ein Slang-Ausdruck für den Penis (e.g “bashing the bishop”). Des Weiteren tragen mindestens vier Bands diesen Namen.

Eine von ihnen ist The Bishops aus London und vor ihrem Konzert am 7. April im Steinbruch hatte ich die Gelegenheit ein kurzes Gespräch mit den drei Jungs zu führen.
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Interview: Cama Maya

Cool Britannia! Doch die Wellen, dir hier von der Insel ans Festland zu schwappen scheinen, sind trügerisch. Nicht aus Manchester, Liverpool oder London, sondern aus Dinslaken stammen die nachfolgend vorgestellten Cama Maya. Tanzbarer Indierock, erkennbarer 60´s Einschlag und feines Melodiegespür – die vier Jungs überzeugen spielend. Das heilige Hype-Königreich kann man also vorrübergehend getrost  außer Acht lassen. Hier kommen Cama Maya!  Read more »

Interview: CampusFM

Foto: George Furtkamp

In den USA sind College Radios weitaus bekannter als in Deutschland. Doch auch hier gibt es diese Bereicherung der nichtkommerziellen Radiolandschaft: Gemacht von Studenten für Studenten.

Nicht nur zur Förderung studentischer Kultur sondern auch zur Ausbildung angehender Medientechniker oder Journalisten kann so ein Hochschulradio dienen.

Das CampusFM von der Universität Duisburg-Essen hat uns dazu ein paar Fragen beantwortet.

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Interview: ClickClickDecker

Das Jahr 2008 ist langsam auf der Zielgeraden eingebogen und das bedeutet: Gar nicht mehr lange bis zur Veröffentlichung des neuen ClickClickDecker Albums “Den Umständen entsprechend” im kommenden Januar. Wir berichteten bereits. Ein erster Vorbote ist die Download-Single “Es fäng an wie es aufgehört hat”, die ab dem 12. Dezember zu haben ist. Erfreulicherweise war Kevin a.k.a. Click bereit, Jan von Alles ist Pop ein paar Fragen zu beantworten. Read more »

Interview: T5, unabhängiges Zentrum Duisburg

Für uns ist vielleicht Alles Pop. Für die Marktwirtschaft jedoch nicht. Dort zählt nicht was “gut” ist, sondern was kommerziellen Erfolg verspricht. Gerade darum sind selbstverwaltete, unabhängige kulturelle Freiräume wichtig.

In zeiten knapper Stadtkassen ist mit öffentlicher Förderung jedoch nur in den seltensten Fällen zu rechnen. Doch es geht auch ganz ohne: DIY ist das Zauberwort.

Nach längerer kultureller Dispora gibt es nun endlich auch in Duisburg wieder einen Raum, um Kultur abseits des Mainstreams zu ermöglichen. Der eingetragene Verein Mustermensch hat ein zu Hause: Es heisst T5, unabhängiges Zentrum Duisburg.

Konzerte, Lesunge, Theater und Workshops sollen dort ermöglicht werden. Diesen lobenswerten Ansatz soll das folgende Interview beleuchten. Es geht um Hintergründe und aktuelle Projekte sowie Zukunftsperspektiven des Vereins und dem Ort des Geschehens.

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