Der dreckige Rest

(fast) Alles ist Pop am 9.10.

Nachdem ich letztens auf einer schlecht organisierten Party das musikalische Proletariat bespassen musste, weiß ich das Publikum im Fährmann erst recht zu schätzen. Denn dort wird man nicht mit “Mach ma mehr Charts, ey!” angepöbelt sondern nett gefragt von wem das das letzte Lied war oder gebeten doch “nochmal was von Morrissey” zu spielen. So macht das Spaß. Wir sehen uns am Samstag!

John K. Samson: Provincial Road 222

provincial-road-222“Die Normalität ist eine gepflasterte Straße; man kann gut darauf gehen – doch es wachsen keine Blumen auf ihr.” Diesem van Gogh Zitat würde John K.Samson, seines Zeichens Sänger der Weakerthans, wohl nur bedingt zustimmen, schließlich scheint der kleine Kanadier mit der umschmeichelnden Stimme gerade Alltag und Normalität ästhetisch erfassen zu wollen, um eben das Besondere im Kleinen zu entdecken. Dies spiegelt sich auch in einer konzeptuellen Singlereihe wider, deren Teile sich jeweils einer Straße in  Samsons kanadischer Heimat rund um Winipeg widmen. Nach der “City Route 85″ EP folgt nun mit “Provincial Road 222″ das Mittelstück der Veröffentlichungsreihe und zwar wieder stark limitiert (500 Vinyl-Exemplare) beim Grand Hotel van Cleef.

Das erste Stück “The Last And” trumpft gleich groß auf und könnte locker auf dem The Weakerthans Meilenstein “Left And Leaving” (2000) vertreten sein, denn an jenes emotionale Machwerk erinnert der Song. Diese Assoziation kann getrost als Erhebung in den Adelsstand für “The Last And” gewertet werden, da jenes Album nach Meinung des Verfassers dieser Zeilen das mitreißendste in der Weakerthans-Diskographie darstellt. “Petition” als zweiter Song der EP weiß ebenfalls zu begeistern: behutsames Gezupfe auf der Akustikgitarre, dezent inszenierte weitere Instrumentierung und gesangliche Mehrfachschichtung gestalten die einprägsame Melodie aus, ergänzt von einer der typischen Samson-Geschichten.

Das abschließende “Stop Error” präsentiert sich dann als Choral, was im ersten Moment durchaus verstörend wirkt. Diese kirchenmusikalische Inszenierung passt ja wiederum, wenn man die zuweilen religiös anmutende Verehrung Samsons bei den Weakerthans-Fans  betrachtet und doch funktioniert der Song nicht wirklich. Da wäre doch eher noch ein intimer Singer-Songwriter-Moment vorzuziehen gewesen. Auch deshalb schade, da meines Erachtens die ersten beiden Lieder denen der City Route 85″ EP  vorzuziehen sind.  Fazit: lohnenswerte Single, die zumindest als physikalischer Tonträger schnell vergriffen sein dürfte.

(VÖ: 17. September 2010)

(fast) Alles ist Pop am Samstag 11.9.

Zurück aus der Sommerpause gibt es am kommenden Samstag im Fährmann wie gewohnt Britpop, Indireock und “Hamburger Schule” frisch von den Plattentellern serviert. Ich freu mich auf “The Sunshine Underground”, “Summer Camp” und “Friska Viljor” – Wie immer kein Eintritt und ab 20 Uhr geht’s los. Wir seh’n uns!

Isobel Campbell & Mark Lanegan: Es knistert wieder

Manifeste Gegensätze  auf Albumcampbell-lanegan1länge und das bereits im dritten Anlauf. Mark Lanegan ist phänotypisch wohl eher als verlebt zu bezeichnen. Grunge (Screaming Trees) und Stoner Rock (Queens of the Stone Age) sind nicht spurlos an dem geschäftigen Musiker vorbeigezogen, was dann sowohl das ausgezerrte Gesicht als auch die verrauchte Stimme erklären dürfte.

Isobel Campbell hingegen war jahrelang dem schöngeistigen Twee Pop bei Belle & Sebastian verschrieben und hat die schottische Band als Cellistin, Keyboarderin und Vocalistin durchaus mitgeprägt. Das dunkelhaarige  Raubein und die feminine, blonde Mitdreißigerin werden auf dem am 24. August erscheinenden Longplayer “Hawk” erneut die jeweiligen Qualitäten in die Waagschale werfen und die Frage, ob sich nun der Literaturwissenschaftler oder doch eher der Ornithologe mit dem Albumtitel beschäftigen soll, darf an dieser Stelle getrost außen vor bleiben

Was die besagten Gegensätze anbelangt, werden diese nicht nur biografisch und durch das prä-kollaborative musikalische Schaffen unterfüttert, sondern zeigt sich vor allem im gesanglichen “Zusammenspiel”. Wenn Lanegans Whiskeykehle auf Campbells laszives Gehauche trifft, schwebt schon eine gewisse Spannung – ein atmosphärisches Geknister – als Platzhalter zwischen den beiden Protagonisten. Man gewinnt den Eindruck, dasscampbell-lanegan2 gerade diese Wärme erzeugende Reibung gesanglicher Natur den besonderen Reiz ihrer zwischen Americana, Folk und Blues mäandernden Alben ausmacht. Gerade bei den Stücken mit düsterer Stimmung muss man unweigerlich an das Nick Cave und Kylie Minogue Duett aus dem Jahre 1995 denken, aber nun zum bald erscheinenden Material des Duos Campbell-Lanegan .

Die beiden bei Myspace gestreamten neuen Songs “Come Undone” und “You Won’t Let Me Down Again” machen in der Tat neuigierig auf die aktuelle amerikanisch-schottische Co-Produktion. Gerade “Come Undone” mit seiner entspannt-bluesigen Stimmung mutet besonders gelungen an. Natürlich flanieren die beiden auf reichlich ausgetretenen Pfaden und doch könnte “Hawk” bei durchgehend hohem qualitativen Niveau eine lohnenswerte Sache darstellen.

Open Source 2010: Pop im Galopp

osourceDas Open Source Festival gehört nicht nur wegen dem interessanten Tag-und-Nacht-Konzept zu den Festivalperlen in NRW, sondern auch und vor allem aufgrund der großartigen Location. Am letzten Wochenende traf man sich ganz gemütlich auf der Galopprennbahn in Düsseldorf und genoss in einem exquisiten Ambiente gepflegtes Stilmischmasch und die Headliner Dendemann, Bonaparte und den exklusiven Festivalauftritt von Tomte.

Allein das Areal des Open Source wäre ohne die wohlwollende Unterstützung durch das Kulturamt wohl kaum finanzierbar und neben dem musikalischen Programm, welches sich auf drei Bühnen aufteilte, bot das Festival auf dem Grafenberg zudem mit der Aktion “Kultur(zu)stände” noch einiges mehr zu entdecken. Besagte Aktion diente verschiedenen Künstlern und Designern als Forum, um sich zu präsentieren, was sich als sehr gelungenes Begleitprogramm klassifizieren lässt. Aber nun zum Geschehen auf der Hauptbühne.

dendeNach dem gemütlichen, aber sich länger als gedacht darstellenden Spaziergang – Shuttlebusse sind nervig, wie man nach dem Ende des Tagesprogramms erfahren durfte – fanden wir uns ca. 5 Minuten vor dem Auftritt von his Dendeness vor der Hauptbühne ein. Mit Erstaunen mussten wir feststellen, dass der Großteil des Publikums die trägen Gesäße auf der gegenüberliegenden Tribüne geparkt hatte, was irgendwie albern, aber ja auch so vorgesehen war. Also dann halt in die erste Reihe und der Dinge harren, die folgen sollten. Dendemann, seit dem aktuellen Album “Vom Vintage verweht” mit Liveband auf Tour, betrat mit leichter Verspätung, aber ordentlich Bock und Schalk unter der Vokuhila die Bühne.

Dass besagte Backingband ihr Geld wert ist, ließ sich schnell herausfinden, denn vor allem als energetisch ist die Liveshow von Dende und seiner Crew zu bezeichnen. Mit viel Wortwitz, Pausenentertainment und einem Set, das aus neuen & alten Sachen, B-Seiten, Raritäten und Medleys bestand, wusste Volker Racho a.k.a. Dendemeier auch das nicht besonders Hip Hop affine Publikum zu begeistern. Hat ja auch ordentlich gerockt, der alte Tausendsassa.

Dann die 2010 unvermeidlichen Bonaparte mit ihrer artsy-fartsy Freakshow inklusive pseudo-burlesquer Inszenierung, die abgeschminkt und aus dem Kostüm geschält, doch nur als die alte Tante Rock ‘n’ Roll entlarvt werden. Aber lassen wir doch jemand zu Wort kommen, der mehr von den Zirkushippstern hält…

bonaparte22…denn anstatt die Berliner Kapelle um das Schweizer Mastermind Tobias Jundt bis auf die Unterhosen auszuziehen (was ja schon ein bis drei zum “Theaterprogramm” gehörenden Team-Mitglieder übernehmen) und zu analysieren, dass danach nicht mehr viel substantielles übrig bleiben würde, kann man auch einfach begeistert sein von so viel Energie, Kreativität und eigentlich doch ganz schön tollen Tönen. Dass sich zur vergleichsweise immer noch recht frühen Uhrzeit die mit Abstand meisten der dreieinhalb- bis viertausend Besucher vor der Bühne scharten und ziemlich in Bewegung gerieten, mag diese These stützen.

Überraschend große Einigkeit bestand schließlich beim “Headliner”, den mancher vermisste. Doch mit ihrem 2010 exklusiven Festival-Erscheinen machten sich die ansonsten noch immer pausierenden Tomte spielend leicht zu genau diesem Abschlusshighlight. Quer durch die vergangenen drei Alben spielte sich das Quartett (Keyboarder Simon Frontzek suchte man vergebens, zumindest akustisch wurde er aber auch nicht vermisst) und zeigte sich dabei spielfreudig wie eh und je.

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Thees Ulmanns Witze und Anekdoten sind zwar nicht immer der Knaller und die Performance auch nicht fehlerlos, doch alleine der liebevoll quäkende Frontmann und Tomte-Gitarrengott Dennis Becker hatten offensichtlich so viel Bock auf diesen Auftritt, dass es einfach ansteckend wirken musste – fanden übrigens auch die Sprösslinge von Drummer Max Schröder, die sich samt Heike Makatsch im Publikum tummelten.

Das Düsseldorfer Herz eroberte Thees endgültig mit diversen kleinen Oden an die Stadt, wie dem Anspielen von ein paar Tote-Hosen-Tönen gleich zu Beginn oder der Einbindung einiger Stadtteile in die Songs. Wirklich groß wurde es aber erst ganz zum Schluss, als sich der schon Tomte-übliche Gänsehaut-Teil, in dem das Publikum den Refrain der “Schönheit der Chance” noch nach verklingen der Musik in der Dauerschleife weitersingt, zum ganz besonderen Moment aufschwang.

Plötzlich folgte Thees dem Beispiel einzelner Zuschauer, die spotan ihre Shirts ausgezogen hatten und diese hoch über den Köpfen zum Takt kreisen ließen. Und dann überkam ihn die Euphorie-Welle, er brüllte: “Alle Männer Oberkörper-nackt! Auch die hässlichen! Auch die Schönen”. Und die Männer folgten ihm. Und die Band auch. Und plötzlich war das Gelände in gleißendes Scheinwerfer-Licht getaucht, tausend Kehlen sangen und hunderte Shirts kreisten über freien Oberkörpern. Schlusspunkt Thees: “Deutsche Rockmusik endet genau jetzt!”.

Von Jan und Bastian

Kurzgefasst: Young Rebel Set, Juniper Leaf, Kapoolas

Young Rebel Sets/t: Die Jungs vom Grand Hotel gehen ganz schön steil auf ihre britischen Freunde von Young Rebel Set. Wyrsie “Johnny Cash trifft Bruce Springsteen trifft die Libertines treffen Oasis treffen Pogues” soll sie klingen, die vielköpfige Band aus Stockton on Tees. Kommt schon irgendwie hin, aber vor allem die Springsteen-Anspielung scheint Sinn zu machen. Das Download- oder Vinyl+Download-Release, dem kein eigener Titel gegönnt wurde, vereint 8 Songs, die von hierzulande nicht erhältlichen Singles stammen, und soll Young Rebel Set entsprechend dem hiesigen Publikum nahelegen. Das schon recht bekannte “If I was” kann stellvertretend für den sehnsüchtigen Pubfolk der Engländer angeführt werden, während “Fall Hard” beispielsweise die Dylan-Karte ausspielt. Von Verzocken kann insgesamt nicht die Rede sein, allerdings hätte man sich ein wenig mehr Action von den Jungs gewünscht, die den im Bandnamen verwendeten Schlagwörtern so gar nicht gerecht werden. Ach so, “Rosie” ist wirklich ein mitreißender Song. Ende.

Juniper LeafBroom, Briars, Torches From The Fire: Ich liebe Albumtitel, die sich reimen. Oder fast. Somit haben Juniper Leaf bereits einen kleinen Bonus auf der Habenseite. Mjuniper-leafit hypnotischen Psychedelic Folk wollen uns die Dame und drei Herren aus London verzücken. Gar nicht schlecht will ihnen dieses Unterfangen gelingen, wobei ihr Debütalbum interessant im ambivalenten Sinne ist. Allein die leicht bis mittelschwer entrückten Klänge auf  Broom, Briars, Torches From The Fire sind es, die gleichsam die Ohren spitzen lassen und den Skipfinger reizen. Bei den Aufnahmen hat die Band um den Chikinki-Frontmann Rupert Browne bestimmt auf so einigen Waldwurzeln rumgekaut und vielleicht sollte man dies als begleitende Handlung zum vermeintlichen Hörgenuss empfehlen. Gar nicht so böse gemeint, wie es vielleicht im ersten Moment wirken mag. Wer es dieser Tage psychedelisch haben will, dem seien mal wieder die guten, alten 13th Floor Elevators ans Herz gelegt. Roky Erickson & co wussten, wie man fabulös Alben zusammen spinnen kann.

KapoolasCut Down Trees (We Need An Ark): Wenn wir nicht da einen heißen Anwärter auf das geschmackloseste kapoolasPlattencover des Jahres 2010 gefunden haben. Was, vom besagten Titelbild aus geschlussfolgert, nach verspacktem Krautrock klingen müsste, entpuppt sich als recht gefälliger Indierock mit dem Willen zum Besonderen. Dass man in Basel weiß, was man tut, merkt man den 8 Songs auf Cut Down Trees (We Need An Ark) in jedem Fall an. Souverän schlängeln sich die vier Schweizer durch manche Nebenstraße der Rockmusikgeschichte und Sänger Benj Gut sorgt mit seinem warmen Gesang für angenehmen Wohlklang. Von den einstigen Progrock-Wurzeln ist allerdings kaum noch etwas zu entdecken. Vielleicht aber auch gut so. Wem Songs wie “Rewind and Repeat” nicht gefallen, bekommt sogleich die Lizenz zum Pop-goutieren entzogen, ja, der mag wohl auch die Beatles nicht. Weitersagen.

Omas Teich 2010: Ein gemeinsamer Rückblick

otflAch, Omas Teich. Ein kleines, feines Festival im beschaulichen Ostfriesland mit einem nur bedingt spektakulären Line-up und doch einigen erwähnungswürdigen Glanzlichtern, z.B. dem bewegenden Abschied des langjährigen Kettcar-Drummers und Wiebusch-Weggefährten Frank Tirado-Rosales. Nachfolgend ein Flickenteppich der Erinnerungen des “Alles ist Pop”-Teams an ein gemeinsames Wochenende, das angesichts des geringen Altersdurchschnitts der Festivalbesucher vielmehr als Kaffeefahrt alternder Popkultur-Blogger einzuordnen ist. Ihr wisst schon: too old to die young.

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Ra Ra Riot: Schatten wird Licht

rarariot1Die Annahme, Kunst entstünde vor allem aus erlebtem Schmerz, ist weit verbreitet und trotz vieler Beispiele, die man auch in der Popgeschichte findet, nur bedingt vertretbar. Trifft diese Vorstellung dennoch zu, so müssten Ra Ra Riot mit ihrem zweiten Album The Orchard reichlich Qualität abliefern. Ob es der sechsköpfigen Band aus Syracuse (New York) recht ist, dass anlässlich der Albumveröffentlichung allerorts wieder an den tragischen Tod ihres Drummers John Ryan Pike erinnert wird?

In jedem Fall sind Ra Ra Riot mit dem Verlust ihrer Schlagzeugers und Freundes in der Vergangenheit souverän umgegangen und doch ist es vermutlich für  die  Band besonders schwierig, dass ihr musikalisches Schaffen zumeist nicht von diesem Schicksalsschlag losgelöst betrachtet werden kann. Bereits das Debütalbum The Rhumb Line pendelte zwischen Trauer und Euphorie – eine wirklich merkwürdige Stimmungsmelange, die dennoch ausgezeichnet zum praktizierten Stilsprung zwischen Indierock und Kammerpop passte. Vor allem der Einsatz von Cello und Violine machten und machen den Mehrwert von Ra Ra Riot aus und in den besonders gelungen Momenten klingen die Amerikaner wie eine Mischung aus The Smiths, Arcade Fire und Belle and Sebastian.

Nun also das erste Album ganz ohne Drummer und Co-Songwriter Pike und bereits die Myspacerarariot2-Seite der Band bestärkt den Eindruck, dass die enstandene Lücke emotional keineswegs geschlossen wurde. “We will always love and miss you, John”, fällt dort als erstes ins Auge und man muss kein Hellseher sein, um zu behaupten, dass auch die Lyrics auf The Orchard den erlebten Verlust reflektieren werden. Musikalisch klingt der erste Vorbote des Tonträgers, das auch als Free Download verfügbare “Boy”, zunächst nach unbeschwertem Wohlfühlpop, was durchaus erleichternd ist. Die unaufgesetzte Leichtigkeit war schon auf dem Vorgängeralbum die Stärke des Sextetts, so dass man sich erneut auf so oder so stimmungsvolle Songs freuen darf. Dabei dürfen die anderen Stücke des am 24. August erscheinenden Albums The Orchard gerne im Vergleich zur Vorabsingle qualitativ zulegen. Ein Hit wie “The Dying Is Fine” ist “Boy” nämlich keineswegs.


Ra Ra Riot “Too Dramatic” (Preview) from Barsuk Records on Vimeo.

BootBooHook 2010: Festival-Highlight

bbh-2Lupenreiner Hattrick: am 20./21. August findet das BootBooHook Festival bereits zum dritten Mal in Folge in Hannover statt und hat 2010 eine besonders feiste Headliner-Akkumulation aufzuweisen. Wenn sich die angesagten Electropop-Darlings Hot Chip neben The Notwist, Die Sterne, Friska Viljor, The Go! Team, Anajo, Superpunk, und Egotronic auf dem Festivalposter dicht gedrängt die Ehre geben und dann noch mit The Wedding Present eine echte Bandlegende das Line-up veredelt, kann man wohl mit Recht von einem Glanzlicht im langsam dunkler werdenden Festivalsommer sprechen. Wenn dann ebenfalls Bernd Begemann & Die Befreiung, Bratze, Hellsongs, Herpes, The Horror The Horror, Urlaub in Polen und all die anderen Erwähnung finden, wird deutlich, dass die drei Bühnen (Open Air Bühne, 60er Jahre Halle, Mephisto) stets qualitativ befraut und bemannt sein werden.

Gerade die stilistische Vielfalt des Line-ups zeichnet das BootBooHook aus und die 10.000 Besucher bei der ausverkauften Vorjahresausgabe sind ein guter Indikator dafür, dass auch 2010 eine große, aber nicht zu große Meute an Festivalfans auf ihre Kosten kommen wird. Für einen Abstecher nach Hannover sprechen ebenfalls die fairen Ticketkonditionen, denn bei einem Kombipreis  von 39 Euro (+ VVK-Gebühren/ AK 45 Euro) für beide Tage können sich auch alle Sparfüchse da draußen ins Fäustchen lachen. Tageskarten (29 Eurp + VVK-Gebühren / Abendkasse 35 Euro) gibt es natürlich auch. Feine Sache!

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Freitag, 20.08.2010:
The Notwist
The Wedding Present
Friska Viljor
Superpunk
Hellsongs
The Horror The Horror
Urlaub in Polen
Hundreds
Mittekill
Magic Arm
Herpes
Tess Wiley
Wisecräcker
Tanner
Johnny Remember Me

Samstag, 21.08.2010:
Hot Chip
The Go! Team
Die Sterne
Anajo
Bernd Begemann & Die Befreiung
Egotronic
Bratze
Station 17
Bambi Kino
Men Among Animals
Dieter Moebius
Nom De Guerre
The Ruby Suns
Fertig, Los
Norman Palm
206
L’Uke

Isn’t that too dreamy?

summercamp2Es sind Geschichten über die erste große Liebe, vertane Chancen, verletze Gefühle und endlose Sommertage. Das britische Duo Summer Camp umhüllen diese Geschichten in einem samten und mit Nostalgieschleier bedeckten Lo-Fi Pop. Read more »