1000 Robota: UFO

1000robota-ufo-coverManche covern aus Witz, andere aus Mangel an eigenen Stücken und wieder andere aus Spaß an der Freude. Im Falle von 1000 Robota ist es aber mehr. Es ist ein Statement. Auf ihrer allerersten Veröffentlichung - der EP „Hamburg Brennt“ – coverten 1000 Robota „Wir bauen eine neue Stadt“ von Palais Schaumburg. Das sollte bezeichnend sein, denn auf ihrem aktuellen zweiten Album „UFO“ kommen die drei Hamburger dem Klang der NDW näher als je zuvor. Ihre Attitüde bleibt weiterhin Punk, aber eher mit verwegenem New Wave als spritzigem Indie. Eine Entwicklung, die sich in der Ästhetik der Plattencovergestaltung ebenso wiederspiegelt wie im Wechseln des Plattenlabels. Für „UFO“ wurde Tapete Records gegen Buback Tonträger eingetauscht. Dabei wäre eine Veröffentlichung auf ZickZack Records (DER Herberge für Bands der NDW wie Einstürzende Neubauten oder eben auch Palais Schaumburg) schlichtweg perfekt gewesen.

Im Vergleich zu seinem Vorgänger „Du nicht er nicht sie nicht“ arbeitet „UFO“ viel mehr mit repetitiven Phrasen, ist aber in seinen Songstrukturen und der Dynamik wesentlich facettenreicher. Es bleibt der Eindruck 1000 Robota nehmen sich auf „UFO“ mehr Zeit ohne jedoch an Dringlichkeit zu verlieren. Grandios gelungen in „Glück“: in seinen 03:42 Minuten vollzieht der Song immer wieder eine Metamorphose von einem reißerischen Tumult, hin zu einer spannungsvollen Ruhe - durchzogen von scharfen Riffs, wummernden Bass und einem passgenauem Schlagzeug. „Glück“ ist auf den Punkt gebracht, musikalische wie textlich. Schon nach einmaligem Hören schreiben sich die prägnanten, selbstreflexiven Zeilen „Ihr seid keine Jugend und kein Phänomen. Hamburg brennt. Ja, ja, bla bla. Ihr wollt es gar nicht. Ihr wollt nur Euch und euer Glück. Verneinen ist einfach und Einsicht ist schwer“ ins Gedächtnis ein und verweilen dort auf unbestimmte Dauer.

Generell sind die Texte auf „UFO“ kryptischer, in der Wortwahl allerdings stets präzise. 1000 Robota schaffen es immer noch die deutsche Sprache in markante Parolen zu verpacken, die nicht mehr zwingend an den Imperativ gebunden sind.

Auch „Du wirst interessant“ brilliert durch das Zusammenspiel von Gegensätzen wie laut/leise, schnell/langsam, sanft/hart, kommt jedoch aufgrund der wuchtigen Bassline viel mächtiger als „Glück“ daher. Wohingegen im verträumten Track „Geh nicht zu weit“ das gemächliche Schlagzeug ganz wunderbar die sacht gesungen Wörter untermalt.

Während die Kombination aus Breakbeat und einem grollenden Bass in „Held und Macher“ einen aufwühlenden, düsteren Sound kreiert, wirkt das rotierende Muster in „Nicht so und nicht so“ gerade zu hypnotisch. Die heute erscheinende Single „Er sagt“ ist dabei mit seinem Geigen Staccato (!) mit Abstand der poppigste Track auf „UFO“.

In der Musikpresse kommentiert wurde vor allem der Hidden Track von „UFO“. In diesem wird nämlich der Beef zwischen 1000 Robota und Tomte Frontmann Thees Uhlmann nun auch musikalisch zementiert. Eingeleitet wird das Stück mit den folgenden Worten: „Eigentlich wollte ich dich nie erwähnen. Denn ich weiß ganz genau wie sie es sehen. Sie glauben nur das, was am einfachsten klingt.“ Deshalb sei an dieser Stelle nur gesagt, dass der Hidden Track einer der energischsten auf der Platte ist und jede Menge Hörvergnügen bereitet. Zu leugnen ist das nicht.

Um den Texten noch ein Mal zu huldigen, zum Abschluss ein Zitat aus „Wir reißen uns zusammen“: „Wir singen so, weil wir nicht anders singen können. Wir schreien so, weil wir nicht anders schreien wollen. Wir lieben so, weil man doch nun mal lieben soll. Wir schreien so, weil wir schreien wollen. Wir wollen es so aus Angst, dass niemand will.“ Ein Glück!

Am 11. November spielen 1000 Robota im schnuckeligen King Georg in Köln. Hin da! (VÖ: 3. September Buback Tonträger)

Marie Fisker: Ghost Of Love

marie-fisker_coverNach dem Marie Fisker einen renommierten Status in ihrer Heimat Dänemark erreicht hat, wo sie im Vorprogramm von Juliette Lewis, Pete Doherty und Devendra Banhart spielen durfte, erscheint ihr Debüt mit einjähriger Verspätung nun auch in Deutschland. Mit „Ghost Of Love“ kreiert Marie Fisker einen Sound, den man allgemeinhin wohl am ehesten als amerikanisch beschreiben würde – rauer Country erweitert um psychedelische Elemente. Selbstverständlich folgt auch im Fall von Marie Fisker der Albumveröffentlichung eine Tournee. Im Oktober wird sie gemeinsam mit Anders Trentemøller die deutschen Gefilde bereisen. Dabei sind Trentemøller und Marie Fisker weitaus durch mehr verbunden als durch ihren Heimatort, nämlich durch eine langjährige musikalische Kollaboration, welche im Frühling dieses Jahres in „Sycamore Feeling“ gipfelte, der ersten Singleauskopllung aus Trentemøllers Album „Into The Great Wide Yonder“, für die Marie Fisker nicht nur die Vocals beisteuert, sondern ebenso für die Musik mitverantwortlich ist.

Eröffnet wird das Album mit dem Titeltrack „Ghost Of Love“ – eine schwermütige und reuige Ballade, die bei einer nicht all zu betrübter Stimmung des Rezipienten wohl ein wenig zäh daher kommt. Der darauf folgende Song „Seven Days“ verzichtet völlig auf eine rhythmische Begleitung durch Schlaginstrumente. Damit bleibt Marie Fisker zunächst bei einem mühseligen Gemüt. Harmonien in Moll und direkte Texte lassen keinen Zweifel daran, dass es sich thematisch ums Verlassen und Verletzt werden, letztendlich ums Allein sein dreht. Immerhin besudeln sich Marie Fiskers Zeilen nicht in Selbstmitleid, sondern sollen wohl eher eine bereinigende Funktion haben. Hier scheint Freuds Auffassung über Sublimierung – Kunst- und Kulturproduktion aufgrund von Triebverzicht – zu greifen.

Auch auf den nächsten Track „Hold On To This For A While“ lässt sich diese These anwenden, glücklicherweise schlägt Marie Fiske hier nun aber andere Töne an. Ein beschwingtes Zusammenspiel aus Bassdrum und Schellenkranz lässt ihre Zeilen umso lasziver daher kommen und durch eine nach und nach üppiger werdende Instrumentierung schwillt der Song prächtig an. Von nun an kann „Ghost Of Love“ die angesetzte Marke halten. Zu nennen sind vor allem die Stücke „Jack Of Heart“, „Devil Tear“ sowie „My Love My Honey“ und „City Lies“, welche durch leichten Anklang an Patti Smith, PJ Harvey, zeitweilig auch an The Raveonettes und Black Rebel Motorcycle Club begeistern und definitiv Anwärter für rotierendes Hören sind. Hat man also zunächst die ersten zwei Albumtracks hinter sich gelassen, kann man auch Verständnis für Marie Fiskers Status in Dänemark aufbringen. (VÖ: 27. August 2010 auf Maryvine Records/Cargo Records)

Kraków Loves Adana: Beauty

krakow_loves_adana_pressefoto_3_low_resDass Schönheit eben nicht nur im Auge des Betrachters liegt, sondern auch über den Gehörgang erfahrbar ist, manifestieren Kraków Loves Adana mit ihrem Debüt „Beauty“ und präsentieren damit, welche Art von Klang sie mit dem Attribut „schön“ schmücken. Dieser behauptet sich auf „Beauty“ als sanft, aber dennoch bestimmt.

Obwohl die Instrumentierung recht schlicht ist, obliegt ihr eine Vorliebe fürs Detail. Auf diese Weise gelingt es Kraków Loves Adana trotz ihres minimalistischen Ansatzes einen üppigen, klaren Sound zu erzeugen. Wie zum Beispiel in der aktuellen Singleauskopplung „Porcelain“: ein prägnantes Gitarrenzupfmuster addiert mit einer harmonischen Orgel, einem griffigen Schlagzeug und der sinnlich dunklen Stimme von Deniz Cicek resultiert das Stück in einer treibend zärtlichen Melancholie.

Die Freiburger Deniz Cicek und Robert Heitmann zelebrieren mit „Beauty“ eine verklärte Tristesse, die musikalisch stark an Cat Power und teils an The Kills erinnert. Charakteristisch für die elf Tracks sind dabei repetitive Phrasen, die besonders bei „1993“ gelungen eingesetzt werden. Denn dort greifen diese rhythmisch ineinander, sodass eine Dynamik entsteht, deren Höhepunkt durch die kraftvoll gesungenen Zeilen „it’s an action/an illusion/the attraction/of a physical love/it’s an excuse an llusion/ the attraction/of an unphysical worth“ artikuliert wird.

Das Timbre des Albums ist bestimmt von einer hallenden Klarheit, die nicht Mal durch zerrende Gitarren oder Verstärkerrauschen getrübt wird. Was jedoch nicht heißen soll „Beauty“ verliere sich in einem aufpolierten Glanz – ganz im Gegenteil. So gefällt beispielsweise das verträumte „A 60s Troubadour“, weil seine eingängige Melodie entlang eines Noise-Walls vegetiert. Doch eigentlich bietet bereits der erste Song „Geistermanier“ das Paradebeispiel. Denn hier wird Wohlklang durch sachte Brüche und einen Hang zur Dissonanz charakterisiert. Bezeichnend sich auch die zuletzt gesungenen Wörter von des Openers: „I will stay here“ – Kraków Loves Adana sind mit ihrem Debut definitiv gekommen um zu bleiben. (VÖ: 2. Juli 2010 auf Snowhite)

The Happy End: Echoes Of Jericho

echoes-of-jerichoMag man der Bibel Glauben schenken, so wurde die Stadtmauer von Jericho durch den Klang von Blechblasinstrumenten zum Einsturz gebracht. Auf dieser Legende beruhend wurden, die an den Sturzkampfflugzeugen befestigten, Sirenen Jericho-Trompeten genannt. Die Sirenengeräusche kündigten völlige Zerstörung an und waren Teil der psychologischen Kriegsführung. Da dieser spezifische Sirenenklang nach dem zweiten Weltkrieg seine Verwendung in zahlreichen Spielfilmen fand, ist die brutale durchdringende Wirkung dieses Geräuschs den meisten heute noch bekannt. Ob die oberpfälzische Band The Happy End mit ihrem Debüt „Echoes of Jericho“ dieselbe zerstörerische Kraft aufbringt ist fragwürdig. Feststeht jedoch das „Echoes of Jericho“ in einer Stadt aufgenommen wurde, wo die Mauer schon vor deren Ankunft gefallen ist – nämlich in Ostberlin. Nachdem man bei den Aufnahmen festgestellt hatte, dass die Räume des ehemaligen Fabrikgeländes immer noch verwanzt waren, entschloss man sich die Stücke über eben diese, noch aus DDR Zeiten stammende Abhörmikrophone aufzuzeichnen. Ein interessantes Unterfangen, das bestens zur düster abstrusen Grundstimmung von The Happy End passt.

„Echoes of Jericho“ trägt nichts Geringeres als ein Gefecht mit sich selbst aus: immer wieder diffundieren eingängige und breit ausholende Melodien in das vielschichtige Gewebe aus Rauschen und Noise. So zum Beispiel in „Golden“, wo laszive Bassline und lässiger Beat in den porösen Wall aus Feedback-Schleifen, elektrischem Knistern und rotierenden Triebwerksounds eindringt. Der Gesang scheint sich zunächst darin zu verlieren, doch schwillt in Refrain und Bridge zu gerade zu epischer Höchstform an. Oder in dem Song „Black Cancer“ – eine feine Mischung aus Kyuss und The Jesus and Mary Chain. Der prägnante Gitarrenriff entwickelt sich zusammen mit dem heftig rollenden Bass und passgenauem Schlagzeugspiel zu einem rasanten Treibwind, der selbst durch den britpopartigen Refrain à la Oasis in keine Stagnation verfällt.

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Die Lieder von „Echoes of Jericho“ versinken also keineswegs in einem wirren Chaos aus Nebengeräuschen, so wie es die gewitzte „slowest album preview ever“ suggeriert. Selbst das in Krautrockmanier ausufernde „All Different Drugs“ behält, trotz seiner beinahe zehnminütigen Länge, Struktur. Und ist mal keine Songgliederung vorhanden, bieten fesselnde Motive Orientierung, wie das hypnotische „Destroy Your Brilliant Career“ -  welches von der Atmosphäre her ebenso gut aus Tom Waits Soundtrack zu „Night On Earth“ hätte stammen können – beweist.

Auf eine gewisse Art und Weise erinnert „Echoes of Jericho“ an Portugal.The Mans „It’s Complicated Being A Wizard“ EP. Sei es aufgrund der rhythmischen Spielereien wie das kurzweilige „Semen of The Zen“ und das trabende „Merry Oger“ oder aufgrund des Gefühls, „Echoes of Jericho“ könnte auch als ein einziges Stück verstanden werden. Doch wie auch immer man „Echoes of Jericho“ wahrnimmt, das Album hinterlässt einen verlockenden Nachhall, der zum mehrmaligen Hören verleitet. Ein gutes Gefühl. (VÖ: 30. Juli 2010 auf Festplatten)

“Fahr weg – Genieß deinen Tag”

Der Countdown ist gezählt: heute veröffentlichen 1000 Robota die erste Single aus ihrem im September erscheinenden zweiten Album “ufo”. Die vielversprechende Auskopplung heißt “Fahr weg” und das Video dazu ist schon im Kasten. Erste verheißungsvolle Eindrücke vom Album gibt es beim Making of “ufo”. Oder sicherlich auch auf dem Appletree Garden Festival, wo 1000 Robota morgen spielen werden.

Hector, Manolo & Soffy O.: Life’s A Soap

hmso_lifes_a_soap_artwork_high_resVier Jahre hat es gedauert bis Soffy O mit „Life’s A Soap“ nun ihren dritten Langspieler auf den Markt wirft. Diesmal betritt sie das musikalische Feld jedoch weder alleine noch tritt sie gegen Toktok an, sondern verbündet sich mit Hector de Guerre (Nom de Guerre) und Manne Svensson aka Manolo (The Flare-Up!).

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Health::Disco2

health-front-coverEs ist ein ganz spezielles Verhältnis, welches die Noiserock Band Health, zu Remixen hat. Schließlich haben Health erst durch den Crystal Castles Remix und später gewordenen Hit „Crimewave“ massiv an Bekanntheitsgrad gewonnen. Zwei Jahre ist es bereits her als „Health//Disco“ erschienen ist – ein Album bestehend nur aus von Health ausgewählten Remixen, welche die überaus prächtigen brachialen Noisefrickeleien des Debuts in zugängliche und tanzbare Songs transformieren. Mit „Health::Disco2“ schmeißen sie nun das zweite Remixalbum auf den Markt. Und was für eins!

Der Opener ist zugleich schon eine der Besonderheiten dieses Langspielers. Denn mit „USA Boys“ präsentierten Health zunächst einen neuen eignen Song. So klingen wohl Health, wenn sie auf unmittelbarem Weg Club Musik machen. Nach einem kurzen Noise Intermezzo als Intro setzt eine prägnante tranceartige Hookline ein, deren Wucht durch Bassdrum und Candclaps verstärkt wird. Der derbe Sound wird von den melodischen Synthies, Keyboards sowie dem androgynen Gesang Jake Duzsiks gedämpft. Als Break fungiert eine verfremdete Version der Microsoft Windows Startmusik, womit Health auch in diesem Song ihre Affinität für Irritationen unter Beweis stellen. Gewissermaßen ist „USA Boys“ ein Debüt: denn erstmalig haben Health mit einem Produzenten zusammengearbeitet und zwar mit keinem geringeren als Alan Moulder, der schon für Jesus and The Mary Chain, My Bloody Valentine oder Nine Inch Nails an den Reglern saß. Die Remixe hingegen sind wie gewohnt eigens von Health ausgewählt und produziert.

Bis auf wenige Ausnahmen sind die Remixe auf „Health::Disco2“ weitgehend milder als ihre Originale auf „Get Color“. Den Reiz der Platte macht vor allem ihre Vielfalt an Sound und Herangehensweisen aus. Denn es ist immer wieder faszinierend, dass man oftmals alleine am Klang erkennen kann, wer sich hinter einem Stück verbirgt. So zum Beispiel bei dem Javelin Remix von „In Heat“. Das fantastische Duo aus Brooklyn ist sofort an seinem beschwingt humorvollen Sound zu erkennen, der vor allem durch die verspielten Synthies und Basslines zum Tragen kommt. Von dem impulsiv bretternden Tumult des Originals ist nicht viel übrig geblieben. Ähnlich verfährt auch Gold Panda mit „Before Tigers“. Einzelne Elemente aus dem Original wurden herausgenommen und werden quasi als Sample für ein neues eigenes Stück genutzt. Während Gold Pandas rein instrumentale Techno Version von „Before Tigers“ durch Drum Machine, Percussions und Knacklaute stark rhythmisiert ist, verzichtet die Variante von Blindoldfreak vollkommen auf jegliche rhythmische Unterstützung. Der auf Halleffekten basierende Remix legt den Fokus auf den fragilen Gesang und weitet die melancholische Melodie des Originals aus. Die dritte Interpretation von „Before Tigers“ verwandelt es hingegen in ein heiteres 80s Synthie-Pop Stück. Dafür verantwortlich ist ein alter Bekannter: Mike Silver alias Cfcf. Er war nämlich schon bei „Health//Disco“ mit von der Partie.

Selbstverständlich dürfen auch diesmal Healths Partners in Crime, Crystal Castles, nicht fehlen. Mit einem herausragenden Remix von „Eat Flesh“ liefern sie einen der Glanzstücke des Albums. Anstelle der metallischen Gitarren sorgen hier elektronische Spielereien für Störgeräusche. Insgesamt kreieren Crystal Castles jedoch aus dem wohl sperrigsten und angespanntesten Stück von „Get Color“ ihren bisher ruhigsten Song.

Seinem Original am ähnlichsten ist Tobaccos „Die Slow“ geblieben, was aber keineswegs negativ zu bewerten ist. Denn Tobacco schafft es den ohnehin schon antreibenden und durchaus tanzbaren Song noch kraftvoller zu machen. Indem Tobacco sirenenartige Synthesizer und einen Hip-Hop Beat hineinmischt sowie einen Akzent auf den Bass setzt, legt er gleich noch seine eigene Trademark obendrauf.

Tobaccos betörender Remix kursierte schon letztes Jahr auf diversen Blogs im Internet, wie die Hype Machine Einträge eindrucksvoll beweisen. Damals waren Health bereits derartig etabliert, dass durch diesen Remix wiederum Tobaccos Bekanntheitsgrad erheblich gesteigert worden ist. Ein Remix kann also durchaus als Mittel zur eigenen Popularisierung dienen. Bei einem Blick auf die bei „Health::Disco2“ teilnehmenden Künstler, trifft man auf viele Unbekannte, wie zum Beispiel Little Loud oder den bereits erwähnten Grand Panda. Vielleicht ist es für sie die Chance auf einen „Durchbruch“. Auf die gleiche Art und Weise wie ihn zuvor Health selbst erleben durften. (VÖ: 25. Juni 2010 auf City Slang)

Isn’t that too dreamy?

summercamp2Es sind Geschichten über die erste große Liebe, vertane Chancen, verletze Gefühle und endlose Sommertage. Das britische Duo Summer Camp umhüllen diese Geschichten in einem samten und mit Nostalgieschleier bedeckten Lo-Fi Pop. Read more »

Nur noch “You Say Party”

Nachdem Schlagzeuger Devon Clifford am 18.04.2010 verstorben ist, gibt die Band “You Say Party! We Say Die!” in einem persönlichen Statement bekannt, fortan  lediglich “You Say Party” zu heißen. Außerdem verlässt Krista Loewen die Band. An den Keyboards und Schlaugzeug werden nun Robert Andow und Bobby Siadat von der kanadischen Band “Gang Violence” spielen. Die zuvor abgesagte Europa Tour soll im Herbst nachgeholt werden.

You Say Party! We Say Die!: XXXX

ysp_wsd_xxxx_cover_high_resBesonders gewieft muss man nicht sein, um hinter des Rätsels Lösung zu kommen: hinter „XXXX“ – dem Titel des dritten You Say Party! We Say Die! Album – verbirgt sich nichts Geringeres als „Love“. Da genügt ein einfacher Blick auf das Cover, in dessen Mitte unmissverständlich ein Herz platziert ist oder auch ein Blick auf die Trackliste, mit den Titeln „There Is XXXX (Within My Heart)“, „Make XXXX“ und „XXXX Loyalty“. Read more »