Dogs: We Are The Dogs EP

22.07.10

dogs_we_are_the_dogs_artworkOft sind es die verschlungenen Pfade, die in der eigenen Autonomie münden. So geschehen bei der englischen Band Dogs, die 2005/2006 mehrere Singles in den britischen Charts platzieren konnte und zwischenzeitlich von niemand Geringeren als Paul Weller protegiert wurde. Nach zwei Alben befand sich die Band dann an der Wegscheide: die Verkaufszahlen wurden geringer und zudem geriet das Personalkarussell in Bewegung. Was nun, Hunde? Den notwendigen Neuanfang bestreiten Dogs, nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen französischen Band, 2010 nun mittels einer gemeinsam mit der Fanbasis finanzierten EP mit dem deklaratorischen Titel “We Are The Dogs”, welche selbstredend auch in Eigenregie veröffentlicht wird.

Die ursprünglichen Postpunk-Wurzeln der Londoner kommen auf der aktuellen Veröffentlichung nur noch bedingt zu tragen und man kann nicht davon sprechen, dass Johnny Cooke und die Seinen ein regelrechtes Feuerwerk abbrennen würden. Nach passablem Beginn mit dem eingängigen und ambitioniert angelegten “Cost of Loving”, zielt das nachfolgende Stück “This Sorry Scene” mit Handclaps und straightem Poprock auf die britischen Verkaufszahlen ab und dürfte entsprechend vielen Leuten da draußen zusagen. “This Floor Fell Away” ist eher mit dem Prädikat “Hintergrundmusik” zu betitulieren, während “Long Walk Home” ansatzweise Postpunk-Kantigkeit bemüht und diese stilistische Auflockerung dem Gebotenen sichtlich zuträglich ist, tatsächlich Drive verleiht. Mit “When I Threw Stones” begeben sich Dogs dann endgültig in Kings of Leon Fahrwasser und paddeln dabei auf die Glasvegas-Küste zu.  Ein solider Neuanfang in jedem Fall, dabei jedoch fast ein wenig zu “erwachsen” klingend.

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