Kino: The Doors – When You’re Strange

14.06.10

doors-strangeÜberhöhung ist stets unabdingbarer Teil eines Mythos und gerade im Falle Jim Morrisons fällt es schwer, den ikonisierten Lizard King und den tatsächlichen Frontmann von The Doors getrennt zu betrachten. Ambitioniert auf Spurensuche begibt sich die Leinwand-Doku “The Doors – When You’re Strange” von Regisseur Tom DiCillo, die ab dem 1. Juli die Schlüsseljahre der legendären Band mittels unveröffentlichtem Archivmaterial und O-Tönen der Beteiligten beleuchten wird. Als besonderer Clou wird die Dokumentation von Blockbustergarant Johnny Depp narrativ getragen, der bereits zur Joe Strummer Hommage “The Future Is Unwritten” seinen Hobbymusiker-Senf beigesteuert hat.

Ebenfalls als öffentlich ungesehen gelten die eingewobenen Sequenzen aus Morrisons Kurzfilmversuchen und ob das insgesamt 86 Minuten dauernde Dokuwerk DiCillos der Sagenakkumulation um The Doors weitere Facetten abgewinnen kann oder nur noch einmal die Mythossuppe neu erhitzt, wird sich erst im Kinosaal offenbaren. Wünschenswert wären intime Einlicke in die Bandpsyche und eine entsprechend behutsame Vorgehensweise, vielleicht gar die ausgestaltete Menschwerdung Jim Morrisons? Wie wahrscheinlich dies ist? Schwer zu sagen, schließlich hat Keyboarder Ray Manzarek vor 2 Jahren noch behauptet, Morrison hätte einst seinen Tod lediglich vorgetäuscht und lebe anonym auf den Seychellen…der Mythos in der Mikrowelle!

The Doors – When You’re Strange. Filmstart: 1. Juli 2010


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