Jersey Budd: Wonderlands

29.05.10

jersey_budd_wonderlands_coverSelten wie Bernstein ist es, dass ein britischer Musiker derartig amerikanisch klingt und auch der Name lässt eher an  BigMac als an Fish & Chips denken. Jersey Budd‘s Debütalbum Wonderland zeugt keineswegs von zu vermutenden Identitätskrisen, sondern positioniert sich mit der nicht zu vermutenden Altersweisheit und Souveränität eines Mitzwanzigers zwischen Pub, Roots und Heartland Rock, so dass es kaum verwunderlich ist, wenn das Q Magazine zum Vergleich die ganz Großen des Genres wie Springsteen oder Tom Petty herbei zitiert.

Es ist in der Tat verwunderlich, dass Budd bisher eher ein Dasein als Insider-Tipp fristete, denn die Qualität seines ersten Releases in voller Albumlänge in Abrede zu stellen, würde einem Songwriting-Sakrileg gleichkommen. Auf  Wonderlands dominieren die straighten, eingängigen Songs wie gleich der Opener “Visions Of You” programmatisch vorführt und gleichzeitig repräsentativ für den hohen Wiedererkennungswert vieler Budd’schen Kompositionen ist. Gerade in der ersten Albumhälfte folgt potenzielle Single-Auskopplung auf  potenzielle Single-Auskopplung, was für den titelgebenden Song ebenso gilt wie für den popigen Midtempo-Rocker “Bright Soul” (Free Download). Dass Mr. Budd tatsächlich die musikalische Begeisterungsfähigkeit eines Springsteens adaptieren und in sein eigenes Songwriting einfließen lassen kann, verdeutlicht “She Came Back” exemplarisch. Gerade die warmen und sehr kraftvollen Vocals verleihen den 10 Songs auf Wonderlands einen gewissen Charme, der, wenn alles gut läuft, Jersey Budd 2010 noch möglichst viel Aufmerksamkeit bescheren kann.

Tags: , , , ,

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*