Good Weather Girl: Boon

18.04.10

nn_digi2“Teenage Dreams Aren’t So Hard To Beat” ist auf dem nagetier-besetzten Sattel zu lesen, der das Albumcover von “Boon” ziert. Diese Antwort auf “Teenage Kicks” von den Undertones stammt von einem musizierenden Geschwisterpaar aus London, welches unter dem Namen Good Weather Girl den naiv verschrobensten und gleichzeitig unerwartet schönsten  Lo-Fi-Pop-Entwurf der Saison ins Rennen schickt, sich einen Underdog-Startplatz im Wettlauf um die Herzschmerztrophäe 2010 sichert.

Dion October und Shem Lucas sind als Homerecording-Entdeckung in der Tat ein Glücksgriff für das Label Hazelwood, denn die 14 auf “Boon” vertretenen Stücke gehören definitv in die Kategorie “besonders” und nach bereits einem Hördurchgang kann man bedenkenlos noch das Appendix “-wertvoll” anhängen. Die kindliche Stimme der singenden Dion October konterkariert dem Anschein nach die in den Texten immanente Zerbrechlichkeit und genau das macht den großen Charme des Schwester-Bruder-Debüts aus. “Neon Coloured Town” oder “Black Coffee Days” oszillieren beispielhaft zwischen den Polen Zuckersüße und Bitterpille und das in bewegender Manier. Um den Bogen zurück zu den Undertones zu spannen, kann man in frei zitierender Weise zu den 14 Songs nur anmerken: I wanna hold them, wanna hold them tight…

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