The Blue Van: Man Up

03.03.10

Bild 2Nachts beim Rockpalast hängen bleiben – das kann durchaus passieren, auch wenn man die Band gar nicht kennt. So geschehen vor etwa  3 Jahren und jene, die damals meine Aufmerksamkeit vorübergehend auf sich lenken konnten, rocken unter dem Namen The Blue Van und stammen aus dem Staate Dänemark. Fast Forward und schon sind sie dahin, die drei Jahre. Wie der Geselle Zufall es offenbar geplant hat, veröffentlichten besagte The Blue Van  nun ihr drittes Album namens “Man Up” in Deutschland und auch hier ist die Chronologie interessant, da der Longplayer eigentlich aus dem Jahre 2008 stammt.

Wie dem auch sei, “Man Up” bietet soliden Rockstandard mit popiger Note, bluesigen Gitarren und großem Retrocharme. In breitbeiniger Pose versuchen die vier Herren aus dem nördlichen Nachbarland für verschwitzte Shirts und breites Grinsen zu sorgen. Letzteres funktioniert wohl bei passender Affinität für entsprechende Musik, mir persönlich ist Glam und Stadionrock ein wenig zu überrepräsentiert und irgendwie hatte ich gemessen an der nächtlichen TV-Erinnerung die Band auch auf einem Tonträger ein wenig spannender erwartet.

Die Single “Silly Boy” ist beispielsweise handwerklich sauber arrangiert und baut auf mitreißendes Gute-Laune-Appeal, was jedoch nicht gerade subtil daherkommt. Dann doch lieber so knackige Kompositionen wie “There Goes My Love”, das wirklich ordentlich fackelt und furiosen Singalong-Charakter besitzt. Klasse auch das soulige “Stop Thinking Of Yourself” oder der Groove des Midtempo-Rockers “Put My Name In The Sand”. Insgesamt alles sehr solide, jedoch wenig spektakulär. Wer auf 70ies infizierte Rocksounds steht, kann in den blauen Van einsteigen, ich warte lieber auf die nächste Mitfahrgelegenheit.

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