Attencion! Attencion! Future Of The Left erneuern auf ihrem zweiten Album den selbst gesetzten Standard in Sachen irrwitziger Noise- meets Indierock und entdecken dabei das eigene Ges
pür für eingängige Melodien neu. Travels With Myself And Another ist ein absolut mitreißendes und spannendes Album geworden und lediglich zum Ende hin, fallen einige wenige Songs etwas ab. Dennoch: die zwölf Lieder sind ausreichend off-the-wall um alte Mclusky-Freunde zu begeistern und zum Teil in dermaßen geniale Melodiefolgen getränkt, dass auch neue Befürworter das Suchtpotential dieses Albums für sich entdecken können. Andy “Falco” Falkous, Kelson Mathias und Jack Egglestone gelingt zwei Jahre nach dem Debütalbum Curses somit der geniale Taschenspielertrick, mit kleinerem Kaliber, größere Wirkung zu erzielen. Die wahnsinnig druckvolle Produktion erweist sich dabei zudem als echter Kunstgriff, und man hat das Gefühl, dass wirklich das Optimum auf den Tonträger gebannt wurde. Die Texte setzen sich wie gewohnt in die Nesseln zwischen Absurdität und bitterer Realität und genießen die leicht unkomfortable Sitzsituation sichtlich.
Der erhoffte “Klumpen an virtuosem Wahnsinn” manifestiert sich dann auch tatsächlich am sensationellen Opener “Arming Eritrea”, dem das Spagat zwischen spröden Noiserock à la Shellac in den Strophen und hymnischen Atmo-Rock im Refrain gelingt. Eine Steilvorlage, die sogleich von den nachfolgenden Songs aufgenommen wird, und spätestens bei dem bereits als Single veröffentlichten “The Hope That House Built” haben die Waliser die ungebrochene Sympathie des Hörers auf ihrer Seite. Selten eine Marching Band ohne Bläser gehört. “Throwing Bricks At Trains” ist ein weiterer Hit, denn der im gemäßigten Uptempo angesiedelte Song ist in seiner schlichten Ausschmückung und mitseinen umwerfenden Backing Vocals einfach nur brillant. “I Am Civil Service” zeigt dann wieder die Zähne und erinnert erneut an gewisse Bands, in denen Steve Albini aktiv war. “Land Of My Formers” klingt wie College Rock, der durch kaputte Boxen gejagt wird, und “Stand By Your Manatee” wie eine abgedrehte Garagerock-Adaption, bei der sich Falkous abermals als durchgeknallter Geschichtenerzähler präsentiert. Das abschließende “Lapsed Catholics” ist wohl in diesem Sinne dann auch als “episch” zu bezeichnen. Und nicht vergessen: “You Need Satan More Than He Needs You”!
[...] “Attencion! Attencion! Future Of The Left erneuern auf ihrem zweiten Album den selbst gesetzten Standard in Sachen irrwitziger Noise- meets Indierock und entdecken dabei das eigene Gespür für eingängige Melodien neu. Travels With Myself And Another ist ein absolut mitreißendes und spannendes Album geworden und lediglich zum Ende hin, fallen einige wenige Songs etwas ab. Dennoch: die zwölf Lieder sind ausreichend off-the-wall um alte Mclusky-Freunde zu begeistern und zum Teil in dermaßen geniale Melodiefolgen getränkt, dass auch neue Befürworter das Suchtpotential dieses Albums für sich entdecken können. Andy “Falco” Falkous, Kelson Mathias und Jack Egglestone gelingt zwei Jahre nach dem Debütalbum Curses somit der geniale Taschenspielertrick, mit kleinerem Kaliber, größere Wirkung zu erzielen. Die wahnsinnig druckvolle Produktion erweist sich dabei zudem als echter Kunstgriff, und man hat das Gefühl, dass wirklich das Optimum auf den Tonträger gebannt wurde. Die Texte setzen sich wie gewohnt in die Nesseln zwischen Absurdität und bitterer Realität und genießen die leicht unkomfortable Sitzsituation sichtlich.” Ganze Rezi hier! [...]