Lacrosse: Bandages For The Heart

1. Mai 2009, von jan

lacrosse_coverGute Laune und kein Ende in Sicht - Lacrosse setzen mit ihrem zweiten Album Bandages For The Heart ihren Pop-Siegeszug der Glückseligkeit fort. Bemängelte mein Alles-ist-Pop-Kompagnon und Rezensent des 2007er Lacrosse Albums noch den Veröffentlichungzeitpunkt derart fröhlicher Musik im November, fällt diesmal mit dem Release am 2. Mai saisonale Befindlichkeit und musikalische Stimmung des Tonträgers augenscheinlich zusammen. Für Bandages For The Heart gilt jedenfalls, dass immer noch der lockerflockige Zuckerwattenpop dominant ist, jedoch nicht mehr ganz so penetrant wie noch auf dem ersten Album. Was die Schweden auf ihrem Debüt an Spaß und Lebensfreude präsentierten, kam nämlich zuweilen einer Überdosis an genanntem gleich.

Lacrosse gelingt es nun besser die Balance aus beschwingten Popnummern wie der sehr gelungenen ersten Single “We Are Kids” oder dem nicht minder feinen “I See A Brightness”. Daneben gibt es aber auch fast besinnliche Songs wie dem Titellied, die die Phalanx der guten Laune angenehmer Weise gelegentlich durchbrechen. Eines kann man der “six-piece pop combo” aus Stockholm nicht absprechen: ihre unbändige Spielfreude und Lust an der eigenen Musik schafft zumeist den Grabensprung zum Hörer. Dazu passen dann auch Songtitel wie “It’s Always Sunday Around Here”, in dem es heißt “the world is full of saturdays”! Wie wahr, was uns die Band auch immer damit sagen will, der Song ist überzeugend und gegen gepflegten Nonsens ist ja auch gar nichts einzuwenden.”Come Back Song #1″ ist beispielsweise ein weiteres Highlight des Albums, das so herrlich überdreht und sprudelnd daher kommt, und bei dem das Zusammenspiel der weiblichen und männlichen Gesangsstimmen an Perfektion heranreicht.

Charakteristisch ist neben den Handclaps immer noch das Glockenspiel auf  Bandages For The Heart, und damit so etwas wie  das Leitmotiv der Musik und gleichzeitig Symbol für die Band. Irgendwo zwischen Los Campesinos! und Shout Out Louds platzieren sich jedenfalls Lacrosse im Universum der leicht schrägen Popmusik, übertreffen beide genannten Bands aber um Längen was transportierte gute Laune anbetrifft. Dafür muss man natürlich empfänglich sein, was in anbetracht der derzeitigen Wetterlage aber nicht schwer fallen dürfte. Somit behält das Fazit zum letzten Album seine Gültigkeit: “Frühjahrs-Pop par excellence” - à Oui!!!

2 Kommentare
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  1. Tolles Album.

  2. [...] wird der akute Zuckerstock vermieden, was bei den arverwandten Lacrosse zuweilen passieren kann. Dafür sorgen melancholische Bitter-Bonbons à la “Autumn”, [...]

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