Placebo: Neues Video, neuer Sound, neue Matte

21.04.09

placebo-singleBei Placebo hat sich so einiges getan: Beispielsweise ist Steve Hewitt nach einer ganzen Dekade gemeinsamer Bandgeschichte 2007 ausgeschieden. Recht praktisch, dass der neue Drummer ebenfalls mit Vornamen Steve (Forrest) heißt, das erleichtert die Umstellung. Konstant ist allerdings der Rhytmus, in dem Placebo seit 2000 ihre Alben veröffentlichen, und da nach dem letzten und sehr gelungenen Album Meds wieder die obligatorischen drei Jahre Wartezeit verstrichen sind, erscheint am 5. Juni der inzwischen 6. Longplayer  der Band, aber genug der Zahlenspiele. Dass jenes neue Album den ein wenig nach Science-Fiction-B-Movie klingenden Titel Battle for  The Sun trägt, ist bereits länger bekannt, doch inzwischen ist auch das Video der ersten Single “For What It’s Worth” zu bestaunen. Ob der neue, schwer tätowierte Drummer großen Einfluss auf die musikalische Entwicklung der Band nehmen konnte, sei dahin gestellt, aber falls ja bleibt festzuhalten: neue Besen kehren anders! “For What It’s Worth” klingt jedenfalls ziemlich frisch, eingängig und druckvoll, man könnte vielleicht von breitbeinigen Poprock sprechen – mit funky Bläsern. Quelle surprise, Mr. Molko! Ob Battle for The Sun noch mehr Überraschungen bereithält? Ansonsten bietet das Video auch ästhetische Neuerungen, denn ungewöhnlich ist auch die neue Haarpracht, die den Kopf des androgynen Frontmanns schmückt: Glätteisen? Extensions? Thomas Anders? Alles ist Yellow Press!

For What It’s Worth

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3 Responses to Placebo: Neues Video, neuer Sound, neue Matte

  1. Musicfascist on 25.04.09 at 00:50

    hmpf. warum klingen immer mehr Bands nach Diskotauglichen Poprock? Killers, Mando Diao und nu Placebo? (bestimmt noch mehr). Naja naja.

  2. jan on 25.04.09 at 09:09

    Vermutlich weil sie Platten verkaufen wollen und zwar möglichst viele davon. Im Falle von Placebo weiß ich aber überhaupt nicht, was ich davon zu halten habe. Schlecht ist der Song ja nicht, aber auch nicht besonders tiefgründig und sagen wir placeboesk. Im Vorabbericht des Musikexpress zum neuen Album wurde jenes übrigens so oder ähnlich beschrieben: (extrem) einfache Songstrukturen und simple Gitarrenarrangements und z.T. recht banale Texte. Stimmt jetzt auch nich unbedingt optimistisch. Mal sehen.

  3. Joaquin on 15.05.09 at 20:26

    Aber seien wir auch mal erlich, wenn eine Band immer das gleich heraus bringt heißt es, sie entwickelt sich nicht weiter oder sie trifft nicht den Zeitgeist. Macht sie etwa andere wird auch gleich protestiert sie würde sich untreu. Nimmt sie moderne Elemente auf, heißt es sie würde sich Anlassebund so weiter. Also leicht hat man es da wirklich nicht und oft genug macht man es so oder so falsch, den Kritikern nach zu urteilen.

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