In zwei Wochen erscheint die neue Doppel-EP “March of the Zapotec/Realpeople:Holland” von Beirut und der Vorbote My Night With The Prostitue From Marseille ist ein klassischer Spalter. Einerseits ist da der typische Charme eines Zach Condon´s Songs und andererseits fragt man sich, warum der Bursche jetzt auch noch Elektronika in seine Musik einfließen lassen muss. Bleibt zu hoffen, dass es sich dabei um die Kategorie Rarität im Rahmen einer Intermezzo-EP und nicht um einen Fingerdeut in die musikalische Zukunft Beirut´s handelt.
Mit “straight unter die Rippen” kann man die Stoßrichtung des zwischen Indierock, Pop und Punk zu verortenden Sound der norddeutschen Band Findus beschreiben, der...
Condon hatte doch im letzten Sommer die Tour abgesagt und eine Auszeit genommen, und an gleicher Stelle auf der Beirut Website verkündet, die Band abzuspecken. Das sei so zu anstrengend. Klingt mit den Samples mehr nach besten Magnetic Fields Songs, nur dass die Texte einen weniger angehen. Die Prä-Gulag-Orchestra Songs sind ebenfalls derart reduziert, nur weniger ausgereift.
Ein Keyboard-Xylophon mit Phaser als Elektronika zu bewerten geht aber nun doch zu weit.
Wieso er noch Elektronika in seine Musik einfließen lassen muss?? Hä? Zach Condon hat bereits mit 15 Jahren ein Album unter dem Synonym “The Real People” aufgenommen, das größtenteils elektronisch war. Neu ist das auf keinen Fall. Und großartig ist es aus meiner Sicht auf jeden Fall.
Ich glaube, dass Thomas bereits mit der Formulierung “Prä-Gulag-Orchestra Songs” hinreichend auf “The Real People” angespielt hatte. Des Weiteren handelt es sich bei der EP um ein Beirut-Release und in diesem Kontext erwarte ich persönlich, und nicht nur ich, andere Arrangements. Diese Erwartungshaltung ergibt sich nämlich einleuchtender Weise aus den stilistischen Prägungen der ersten beiden Beirut-Alben, welche mir persönlich lieber sind. Ich persönlich halte sogar nur “The Flying Club Cup” für rundum gelungen, aber auch hier stößt man wieder auf das Kernproblem der Geschmacksfrage.