Jim Jarmusch: Grenzen der Kontrolle

01.01.09

Es ist in der Tat skurril, dass der Titel des neuen Films der amerikanischen Independent-Film Ikone Jim Jarmusch ausgerechnet “The Limits of Control” lautet. Jarmusch hat in den knapp 30 Jahren seines filmischen Schaffens das Genre des Autorenkinos mitgeprägt und ist für seine manisch-besessene Vorgehensweise berühmt. Mit wenigen finanziellen Mitteln und kreativer Arbeitswut entstanden Kultfilme wie z.B. Down by Law, Ghost Dog, Coffee & Cigarettes, Night on Earth, Dead Man und zuletzt Broken Flowers. Eine ausgeprägte Liebe zum Detail, zu schrägen Situationen und kauzigen Charakteren machen den Charme der cineastischen Leckerbissen des Mannes mit der grauen Mähne aus. Dieses Jahr  soll nun der neueste Streich in die Programmkinos dieser Welt kommen und der Cast ist gespickt mit vielversprechenden Namen und alten Jarmusch-Bekannten. Auch dies macht Jarmusch aus, Freundschaft mit und Treue zu seinen Darstellern.

Nach dem Episodenfilm Coffee & Cigarettes und der Tragikkomödie Broken Flowers siedelt der Regisseur seinen neuen Streifen zwischen den Pfeilern Drama, Thriller und Krimi an. Bei dem Protagonisten handelt es sich um einen mysteriösen Einzelgänger, der sich abseits des Gesetzes bewegt und einen besonderen Auftrag zu erfüllen hat. Die Informationen zur Handlung sind als spärlich zu bezeichnen, wie diese knappe Skizzierung verdeutlicht.

Die Hauptrolle spielt Isaach De Bankolé, mit dem Jarmusch nun bereits zum vierten Mal arbeitet. Des Weiteren stehen beispielsweise Hochkaräter wie Bill Murray, Tilda Swinton, Gael García Bernal und John Hurt vor der Kamera. Ein Ensemble, bei dem kaum Wünsche offen bleiben, zumal  Gerüchte über interessante Cameo-Auftritte kursieren. Einzig der noch undatierte Filmstart kann die Vorfreude auf den neuen Jarmusch schmälern.

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