Wolf Parade melden sich nach drei Jahren mit ihrem neuen Album „At Mount Zoomer“ zurück. Es ist produzierter als ihr Debüt „Apologies to Queen Mary“ aber trotzdem weniger eingängig. Das klingt jetzt erstmal etwas merkwürdig, aber so ist es. Die Songs auf „At Mount Zoomer“ sind sehr vielschichtig und man muss die Platte schon sechs, sieben Mal hören um die Stärken der Songs schätzen zu lernen.
„Call it a Ritual“ ist ein typisches Beispiel für den Detailreichtum der neun Stücke des Albums. Lässt man sich auf das Stück ein, wird der Song zum anspruchsvollen Vergnügen, setzt man hingegen den Song als Hintergrundmusik ein, besteht die Gefahr das die Musik nervt. Der hervorragende Orgeleinsatz kombiniert mit den
elektronischen Gitarren bei „California Dreamer“ könnte auch von „Gracious“ stammen und damit direkt aus den 70er Jahren. Auch für das 10 minütige Finale “Kissing The Behive” lohnt es sich die Zeit zu nehmen es ein paar mal durchzuarbeiten.
„Apologies to Queen Mary“ wurde gerne mit Modest Mouse verglichen, das lag auf der Hand, da diese auch von Modest Mouse Frontmann Isaac Brock produziert wurde und der Gesang von Dan Boeckner und Spencer Krug (Wolf Parade) auch stark an das schräge Geschrei von Isaac Brock erinnern. Den Modest Mouse Verleich würde ich bei “At Mount Zoomer” nicht mehr ziehen, erinnert die Platte doch eher an Arcade Fire, Motorsycho oder David Bowie. Im ganzen kann ich die Platte jedem empfehlen der gewillt ist, sich auch mal durch ein Album durch zu beißen, denn wie es so häufig ist, sind doch die Albem die besten die den Hörer auch ein wenig fordern.
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