Bernd Begemann & Die Befreiung: Glanz

12.04.08

begemannBernd Begemann ist so viel. Pop Deutschlands elegantester Anzugträger, Konzertmarathonmann in doppelter Hinsicht, Kalauerkönig und Anekdotenass, Hitmaschine und der Patenonkel der sogenannten Hamburger Schule. Dieser fremd defininerte Kunstbegriff ist seit Jahren Geschichte, doch Begemann bespielt immer noch die Bühnen der Republik, als gäbe es kein Morgen und das entweder Solo oder seit ein paar Jahren mit seiner genialen Begleitband “Die Befreiung”. All dies rechtfertigt die neueste Veröffentlichung des Workaholics namens “Glanz”.

Diese vereinigt 20 neu mit Band eingespielte und arrangierte Songs aus dem schier unerschöpflichen Fundus des Altmeisters. Viele der von den meist drei stündigen Konzerten bekannten Liedern waren bisher nicht in angemessener Form und Produktionsqualität auf CD erhältlich und erstrahlen nun in einem neuen…! Eben. All Time Favourites wie “Unten am Hafen”, “Fernsehen mit deiner Schwester”, “Ich habe mich rasiert”, “Judith, mach deinen Abschluss” oder “Bleib zuhause im Sommer” machen im neuen Gewand fast so viel Spaß wie auf der Bühne.

Natürlich muss man Begemanns Art und seine schmachtende Stimme mögen, doch die Tatsache, dass er ein Unikat ist und seit über 20 Jahren unbeirrt seinen Weg geht, muss auch allen Skeptikern den angebrachten Respekt abverlangen. Begeman ist Begemann und bleibt Begemann – und “Glanz” – ist einfach eine famose Ansammlung von großen Pop Momenten.

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8 Responses to Bernd Begemann & Die Befreiung: Glanz

  1. MusicFascist on 12.04.08 at 19:14

    “Natürlich muss man Begemanns Art und seine schmachtende Stimme mögen…..” Der zentrale Satz auf den es ankommt. Ansonsten bleibt Begemann einfach nur der nervig weinende und stöhnende und unaustehliche seltsame Mensch/”Musiker” der er immer war.
    Ansonsten bleibt hier mein Lieblingszitat: “Nenn mich Kinderficker aber nenn mich nicht esotherisch…”
    Was ein Trottel.

  2. Jan on 13.04.08 at 00:52

    Interessant, dass du erst den Unterschied der Geschmäcker betonst und dann anschließend inhaltlich fundiert Zitate anführst. Immerhin korrespondiert das mit der Wahl deines “esoterischen” Nicknames. Oder ist das etwa Sarkasmus? Wohl kaum…

  3. benedikt on 15.04.08 at 00:02

    Musik-Faschisten haben es halt leicht, bei einem Künstler, der so polarisiert. ;)

    Bernd Begemann ist nunmal echt gross. Legendär seine Erzählungen, wie er das erste Superpunk Album produziert hat. Er hatte halt das Achtspurgerät und den Drummer davon überzeugt seine Snare aus zu tauschen…

    Welcher Musiker kann über ein Jahr lang jeden Monat einen Gig geben, bei dem er erst ein Album komplett und danach noch ein Wunschkonzert spielt? Einfach unglaublich der Mann.

  4. Christoph on 15.04.08 at 10:49

    @ music fascist: einerseits komplette ablehnung, andererseits beeindruckende textsicherheit. das passt doch nicht zusammen!

  5. MusicFascist on 16.04.08 at 09:47

    know your enemy….
    Richtig verdammmen macht doch nur halb so Spaß wenn man nix über den verdammten weiß.
    Das Zitat mit dem Kinderficker stammt btw aus der Kuttnershow nach einem Liveauftritt als Herr Begemann von Mr Ferris MC als esotherisch bezeichnet wurde….und das war halt der Höhepunkt eines Ausrasters bei dem man jeden Respekt vor einer Person verliert.
    Live ist der aber auch doof, egal wieviel tolle Bands der produced oder wie lang der schon erfolglos in Hamburg rumgammelt :)

  6. Duisburch 2000 on 17.04.08 at 01:29

    Nicht, dass ich dem Schaffen eines Begemanns musikalisch allzu viel abgewinnen könnte… Aber dass ausgerechnet jemand an dem erwähnten Zitat Anstoss nimmt, der (wenn man seinen Nick Glauben schenken darf) ja selber gerne mit Tabus sympathisiert, find ich dann schon niedlich. :-)

  7. MusicFascist on 17.04.08 at 20:47

    Ich hab mich von dem Zitat ja nicht angegriffen oder beleidigt oder sonstwas Gefühlt….aber der hat sich da nen Ausraster par exellence gefahren der halt auch noch “damit” endete.
    War schon nicht mehr schön…. ;)

  8. tim on 13.06.08 at 07:37

    Bernd Begemann spielt im November im Steinbruch Duisburg

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