“Heretic Pride” ist das mittlerweile 12. Album der Band um John Darnielle und Peter Hughes (seit 1995). Ich selber kenne die Mountain Goats erst seit gut drei Jahren und habe damit bisher auch nur die Alben “The Sunset Tree”, “Get Lonely” und jetzt eben das neue Werk “Heretic Pride” mit bekommen. Die Mountain Goats scheinen einen niemals leeren Topf an Ideen zu haben, aus dem sie ihre Songs ziehen. Denn ihre Produktivität steht einem Bob Dylan in nichts nach. Auf ihrer Internetpräsenz, kann man in einem Archiv, alle ihre 499 Songs nachlesen, auch für den Höreindruck ist dort gesorgt über ein Dutzend Live-Shows können über das Internet-Archive kostenlos geladen, werden sowie einige Outtakes und unveröffentlichte Songs.
Ob man die Mountain Goats mag oder nicht klärt sich eigentlich recht schnell, da die nasale Stimme von John Darnielle
doch recht aufdringlich in allen Liedern im Mittelpunkt steht. “Heretic Pride” beginnt mit dem überzeugenen Opener “Sax Rohmer #1″ und weist auch keine wirklichen Schwächen bei den Folgestücken auf: “San Bernardino”, “Autocave”, “How To Embrace A Swap Creature” und “Michael Myers Resplendet” sind hervorragende Indiepop-Songs. Die oben angesprochene Stimmproblematik, gibt dem Album, wie allen mir bisher bekannten Alben der Band, eine gewisse Startschwierigkeit, da man die Platte erst drei, vier mal hören muss bevor man in ihr aufgehen kann. Die oben genannten Sücke sind hervorrangend geeignet um sich auf igrendwelchen Samplern wieder zu finden, da sie einzeln gehört noch stärker sind als im Gesamtwerk. Dennoch kann ich nur empfehlen sich mal durch eine Mountain Goats Scheibe durch zu arbeiten, das muss nicht “Heretic Pride” sein, sondern auch jedes andere Mountain Goats Album. Aber mit “Heretic Pride” macht ihr nichts verkehrt.
Um einen direkten Eindruck zu erhalten: Sax Rohmer #1
und wenn ich die Mountain Goats schon mit Dylan vergleiche, dann kann man das Video natürlich auch herrlich in dieselbe Schublade packen wie DAS Dylan Video schlecht hin:
Ja, John Darnielle. Der Mann mit der brüchigen Stimme und dem schier unendlichen Fundus an bitterbösen und zugleich tragischen Anekdoten.
Bin ich mal gespannt…