Mit ihrem Album Lookbook sind mir Slut 2001 zum ersten Mal über den Weg gelaufen, seitdem verfolge ich interessiert den Werdegang der Band. Die Neu-Vertonung der Dreigroschenoper hat mir viel Spaß bereitet und es ist wirklich eine Schande, das die Weill / Brecht Erben nur fünf Stücke der eigentlich 13 aufgenommenen Songs freigegeben haben. Nach Trennungsmeldungen der Band, war ich umso erfreuter zu hören, dass Slut ein neues Album veröffentlichen wollen und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht.
Als ich das Video zur aktuellen Single “Wednesday” zum ersten Mal gesehen habe, habe ich die ganze Zeit darauf gewartet, dass das Stück in einem Gitarren-Chaos endet, aber das macht es nicht. Es baut sich 3 1/2 Minuten auf und klingt dann einfach aus, toll. So gerne ich Bands wie Snow Patrol mag, bei denen es Gang und Gebe ist das ihr Songs einen absoluten Höhepunkt haben, finde ich es umso erfrischender, dass dies bei “Wednesday” nicht der Fall ist.
Neben der Single ist auch der Rest der Platte voll und ganz überzeugend. Beispielsweise “Odds and Ends” erinnert mich irgendwie an David Bowies “Spaceoddity”, was ja eigentlich nie verkehrt ist. “Still No One” und “If I Had A Heart” sind klassische Slut Songs, wie “Welcome2″ oder “It Was Easier”. Als Gesamtwerk klingt das Album sehr unbeschwert und frei, besonders deutlich wird das an “Come On”, dem zweiten Song auf dem Album. Man merkt das die Ingolstädter frei von Restriktionen einfach nur Musik machen wollten, weil sie Spaß an ihrer Kunst haben. Wer Slut mag wird dieses Album lieben, meiner Meinung nach ihr bestes Werk. Danke.
Wenn ihr euch einen Eindruck von dem Album verschaffen wollt, könnt ihr dies auf der MySpace Seite von Slut, dort können vier Stücke des neuen Albums angehört werden, das Video zu “Wednesday” gibts aber auch schon hier:
Boa, ich muss jetzt meinen eigene Rezension kommentieren, um noch einmal zu unterstreichen wie großartig doch dieses Slut Album ist.
Da drauf ist echt ein Stück besser als das andere. Kaufen, kaufen, kaufen und vorallem hören, hören, hören.
Das Jahr ist zwar noch wirklich jung und daher macht die Aussage nicht soviel Sinn, aber es ist auf jeden Fall das beste Album das dieses Jahr erschienen ist. Mein lieber Scholli, das rockt.