Pop´s Finest: The Housemartins – Remember the 80´s

11.01.08

HM1Pop ist nicht nur überall und fast alles ist irgendwie Pop, sondern Pop ist darüber hinaus auch noch zeitlos. Ohne lange in der musikalischen Mottenkiste stöbern zu müssen, springt und tänzelt mir stets eine britische Band im Kopf herum, wenn ich an die 80er denke.

The Housemartins waren schon in jeder Beziehung besonders. Zum einen wäre da ihr hibbeliger, meist frohsinniger Proto-Britpop der auch heute noch für den ein oder anderen, hartnäckigen Ohrwurm sorgen kann.

Im Kontrast zur musikalischen Umsetzung, standen sicher die zum Teil äußerst zynischen Texte, die oft Stellung zu politischen und gesellschaftlichen Missständen in ihrer Heimatstadt Hull oder zur Lage der Nation nahmen. Zudem war die Band mit einem omnipräsenten und oft skurrilen Humor gesegnet, der sich entsprechend in den teilweise schlicht bekloppten Videos niederschlug. Schräge Tanzeinlagen und Knetmänneken inklusive…

Doch über allem thront der etwas hohe und außergewöhnliche Gesang Paul Heatons, den man ohne Probleme in die Richtung eines gewissen Steven Patrick Morrissey rücken kann. Zusammen mit den besagten The Smiths beeinflussten The Housemartins ganze Generationen von The-Bands in UK, als auch weltweit.

Happy Hour (1986)



Dabei brachten sie es in den 5 Jahren des Bandbestehens (1983-1988) auf lediglich zwei Alben und einige Singles, von denen z.B. Happy Hour (s.o.) immer noch regelmäßig in TV, Radio und in der ein oder anderen geschmackvollen Disco zu hören ist. Nachdem Bandsplit, der wohl auf persönliche und musikalische Differenzen zurückzuführen war, gründeten Sänger Paul Heaton und Schlagzeuger Dave Hemingway die nicht minder erfolgreichen The Beautiful South und Bassist Norman Cook sorgte als Fatboy Slim mit für eine (kleine) Revolution der elektronischen Tanzmusik (Big Beat).

The Housemartins werden für mich aber nicht nur durch ihren grundsympathischen, nervösen up-tempo Pop zu einem echten akustischen Highlight. Ihre musikalisches Oeuvre rundet sich durch tolle Balladen wie „Build“ ab und verbindet damit die beiden vermutlich wichtigsten Aspekte unser Existenz, nämlich Freude und Trauer.

Ich kann also nur jedem empfehlen, der etwas für Britpop u.ä. übrig hat, sich z.B. das kostengünstige Best-of Album zu besorgen, dass zusätzlich mit einer Bonus-DVD mit allen kultigen Videos aufwartet. Stop the Pop, Can´t stop the Pop!!!

Build (1987)



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